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Posts mit dem Label "Glück" werden angezeigt.

Glückssache

„Nur die sind glücklich, die ihren Geist auf etwas anderes richten als auf ihr eigenes Glück.“ John Stuart Mill

Ob Sonne oder Regen...

Den Glücklichen kümmert das Wetter nicht.

Vom Wählen und Gehören

In Freiheit findet sich Glück, Sicherheit schenkt hingegen Zufriedenheit. Leiden wird, wer in Freiheit Zufriedenheit erhofft und hinter Sicherheit Glück vermutet.

Du bist nicht mehr da, wie kann das sein?

Eben hast du noch am Fenster gestanden und hinaus geschaut. Du hast aus dem Zuhause, deinem Reich, in die Welt geblickt. Du hast streunende Katzen beobachtet und den Nachbarn beim Rasenmähen. Du hast die Straße im Blick gehabt, die kleine vor der Haustür, die große neben dem Balkon. Nichts entging dir. Während andere lauern müssen, warst du immer schon da, wenn etwas passiert ist.  Ich habe sehr viel von dir gelernt, wie man beobachtet. Du hättest das gewiss niemals eine Kunst genannt, es war dir eine Notwendigkeit, um DABEI zu sein.  Ich glaube, du hast davon auch nicht gelassen, wenn wir im Restaurant saßen. Das taten wir oft, viele hunderte Male. Hier besprachen wir die Kleinigkeiten des Lebens, manchmal das Ungemach in der Familie, viel öfter aber, was „die Politiker in Berlin“ so trieben. Du aßt oft das selbe und ich tat es dir nach, weil es wichtig ist, dass man Dinge immer wieder tut und sich nicht dafür schämt. In den letzten Jahren trankst du immer einen Cognac danach...

Nicht dass ihr noch glücklich seid…

Manchmal ist Sprache eben doch entlarvend. Das deutsche Wort „Kindergarten“ existiert in unterschiedlichen Ausführungen in mehr als 30 Sprachen. Es ist, vereinfacht gesagt, einer der erfolgreichsten Exportartikel der deutschen Sprache. Das ist verständlich. Was verbinden sich nicht alles für tiefgreifende Assoziationen mit dem Kindergarten: eine Krabbelstube, in der die Kleinsten geschützt vor den Wirbelstürmen des Gesellschafts- und Privatlebens laufen, sprechen, Kindsein lernen dürfen; ein Hort des ersten gemeinsamen Beschnupperns und Verstehens; ein gut gehegtes Paradies, das Zwergen Zeit schenkt zu wachsen. Würde die Erinnerung die Sprösslinge nicht so sehr an der Nase herumführen (tragischerweise hat man später kaum Anhaltspunkte über die vielleicht unbeschwerteste Zeit seines Lebens, erst die Angst beginnt Erfahrungen in Stein zu meißeln), der Kindergarten wäre auf ewig eine Utopie des gelungenen, von allen Sorgen befreiten Zusammenlebens. Aber was machen die techno...

Handschrift des Unglücks

Frei nach Tolstoi: Alle glücklichen Beziehungen gleichen einander, jede unglückliche Beziehung ist auf ihre eigene Weise unglücklich. 

Gemachtes Glück

Der Blick zurück ist trügerisch. Das, was man gemeinhin für eine glückliche Kindheit hält, ist manchmal nur das positiv gedeutete Bewusstsein, Glück als etwas von anderen gemachtes zu erleben. Es fehlt dann an der Gewissheit, es selbst erzeugen zu müssen. Für sich und für andere. 

In Honig getaucht

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Mein lieber Sohn,  ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, wie ich einst in der gleichen Situation war wie du jetzt. Diese freudige und zugleich spannungsreiche Erwartung. Das Bangen, ob alles genau so abläuft, wie es zuvor besprochen und erhofft wurde. Es kommt eh alles anders, als man denkt. Das ist jetzt aber nicht wirklich ein Ratschlag, sondern eine fürchterliche Binsenweisheit, höre ich dich sagen. Natürlich! Aber genau das bedeutet es ja, Mutter und Vater zu werden: sich auf etwas einzulassen, das nicht planbar ist. Du kamst auf den letzten Drücker auf die Welt, mein Sohn. Als hättest du gar keine Lust gehabt, aus deinem wonnig-warmen Nest zu schlüpfen. Warum auch? Im eisigkalten Winter fällt es doch viel schwerer, zum ersten Mal die Augen zu öffnen und nach Luft zu schnappen. Du hast es dann doch gewagt, auch wenn du deiner Mutter und mir erst einmal viel Angst eingejagt hast. Darauf musst du dich nun auch einstellen: Die Furcht wird zu deiner alltägli...

Manche empfangen, andere nicht

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Wenn ich aus dem Fenster schaue, blicke ich auf einen Friedhof. Dort liegen auch meine Großmutter und mein Großvater begraben. Ich besuche oft ihr Grab und mache dann noch einen Spaziergang. Es ist kein großes Feld, es liegen auch keine berühmten Zeitgenossen dort. Dennoch ist es eine Friedensstätte schon deswegen, weil hier, umgeben von mehreren Straßen, die sich um das Gelände schlängeln, manchmal paradiesische Ruhe herrscht. Das Schnaufen der Automobile, vereinzeltes Gehupe und Feuerwehrsirenen verkommen zu einem Geräuschwurm, der sich nur mit Mühe in den von vielen Eiben, Linden und Eichen umstellten Gottesacker hineinbohren kann. Hier findet sich mit dem Krummen Pfuhl auch eine Trauerhalle im schönen Jugendstil, die unter Denkmalschutz steht. Friedhöfe hatten für mich schon immer eine große Anziehungskraft: Hier benehmen sich die Menschen anders, alles ist mit Symbolik aufgeladen. Ich bin in Arbeitspausen oft über diese Friedenshaine, weil ich schnell zu Kräften komme, wenn mich n...

Glücksblicke

In der Schulzeit halfen manchmal ganz unschuldige Augen-Blicke über das Unbehagen hinweg, ohne Sinn und Verstand Lebenszeit zu verschwenden. Im Unterricht wanderte die Aufmerksamkeit von der wabernden Wissensmasse zu dem Augenpaar hinüber, das gegenüber nach einem Gleichgesinnten Ausschau hielt. Oder zufällig sich einladen ließ. Gefunden, einander begrüßt. Mit einem Lachen, das gleichsam einen lichtdurchfluteten Ausweg aus dem Bildungsgefängnis wies und für einen Moment den geradezu elektrisierenden Ausbruch aus dem Alltag sogar zur Möglichkeit erklärte. Ein beliebig wiederholbares Glück, das sich im Grunde mit jedem teilen ließ, der sich auf dieses Spiel einlassen wollte. Kommunikation, zwecklos und schön. Doch mit Überwindung der Schulmauern verblasste diese ganz eigene, selbstverständliche Lachkultur. Sie fand keine Fortführung mehr. Jedenfalls keine, die nur dieses einfache Wohlbehagen, diese Schicksalsflucht will. Stattdessen Lachen mit Vorzeichen: Albernheit, Witz, Flirt, ...

Ein Stück des Glücks

Gib Menschen (und auch Dingen!) die Möglichkeit, in Deinem Leben zu wirken.

Glücksbringerstillstand

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Lebensstufen

In jungen Jahren teilt sich die Welt, grob gesprochen, in Menschen, die schon Sex hatten, und solche, die noch keinen hatten. Später dann in Menschen, die Liebe erlebt haben, und solche, die das noch nicht haben. Noch später - jedenfalls dann, wenn wir Glück haben (oder auch nicht) - teilt sich die Welt in Menschen, die Leid erfahren haben, und solche, die das nicht haben. Diese Einteilungen sind absolut; es sind Wendekreise, die wir überschreiten.  Julian Barnes - "Lebensstufen"

Zusammen

1. Schenke den Menschen ein Lächeln.  2. Verführe die Menschen zu einem Lachen.  3. Erzähle von den Dingen, die Dich gerade bewegen.  4. Lass Dir von anderen Menschen erzählen, was sie gerade bewegt.  5. Jede Zeit mit einem Menschen ist mehr wert als die doppelte Zeit mit vielen Menschen.  6. Sei ehrlich. Sei glücklich, wenn Du es bist. Sei traurig, wenn Du es bist.  7. Sei Deinem Gegenüber ein Geschenk.  8. Lass Dich beschenken.  9. Bedanke Dich stets für gemeinsam verbrachte Zeit.  10. Verleihe jedem Abschied den Beigeschmack einer baldigen Fortsetzung.

Zwei Arten: Nutella-Esser

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Von einem bestimmten Standpunkt aus betrachtet, gibt es eigentlich nur zwei Arten von Menschen. Die einen delektieren sich an Nutella, als wäre es eine Wunderwaffe im Kampf gegen den grauen, geschmacksterroristischen Alltag. Diese Menschen lassen das Brot auch einmal beiseite und greifen gierig mit dem Löffel zu. Manchmal sogar, wenn Schlaflosigkeit oder die Blase quälen, nachts. Wenn sie sich ein Brötchen mit Schokocreme gönnen, dann verputzen diese Schleckermäuler ihren Feinkostaufstrich mit geradezu neurotischer Penibilität. Kein bräunlicher Kleckser windet sich später um ihre nach der Mahlzeit stets auffällig strahlenden Lippen.  Die anderen verzweifeln an der robusten Kakaomasse, weil sie ihnen schon vom Messer auf den Boden tropft. Nuss und Nougat wollen sie in dem Frühstücksklassiker von Ferrero nur am Rande herausschmecken. Dass Fett und Zucker glücklich machen (wenigstens für einen reuebefreiten Augenaufschlag),  wissen sie zwar aus eigener Erfahrung. Doch so re...

Wer einmal Zotter probiert, isst keine andere Schokolade mehr

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Als Kind ist man der Schokoladen-Mafia ja ziemlich schutzlos ausgeliefert. Milka, Ritter-Sport, Mars, M&Ms, natürlich Ferrero (der Name Kinderschokolade gehört eigentlich verboten, so suggestiv und aggressiv ist er) – sie alle investieren Millionen für Werbung. Und wenn Mutter und Vater sich für eine Bio-Fair-Trade-Bitterschokolade-Erziehung entscheiden, dann werden die Großeltern trotzdem zu den einschlägigen Varianten greifen. Sie haben sie ja in ihrer Jugend selbst genossen. Irgendwann, wenn der Geschmack sich soweit eingerichtet hat, dass einige Marken glühend verehrt und andere kühl abgelehnt werden, begreift man, dass es bei Schokoladentafeln auch auf Konsistenz, Farbe, Geruch und Haptik ankommt. Vom Geschmack wäre da noch gar nicht zu sprechen. Es mag mal eine Zeit gegeben haben, da fanden sich nur zwanzig Sorten im Tante-Emma-Laden und man entschied sich zwischen Nuss und Vollmilch. Das ist definitiv vorbei. Schokolade ist schwarzes Gold, sie wird in rauen Menge...

Who the f*%k is Sisyphos?

 Das Glück ist mitunter genauso schwer zu (er-)tragen wie das Unglück. 

Einsicht

Die schmale Glücksperspektive des Melancholikers ist die Fähigkeit zur Einsicht. Unglück erwächst allerdings aus der Suche nach dem, was solche Einsicht bewirken kann.

Mädchen schaut aufs Wasser

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Perspektive

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Es ist ein Glück, dass es Vögel gibt.