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Es werden Posts vom Juli, 2023 angezeigt.

Zuviel des Guten

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Der Klimawandel ist ein komplexes Themengebiet. Das zeigt sich nicht zuletzt daran, dass es trotz gesicherter Faktenlage Hunderter wissenschaftlicher Einrichtungen selbst von einigen regierenden Politikern geleugnet und von einer Gruppe von Menschen als Highway To Hell interpretiert wird.  Zwei ins intellektuelle Nichts sich streckende Extreme eines dann doch wieder simplen Phänomens: Wenn etwas dauerhaft als Krise bezeichnet wird, was sich als Prozess mit vielen Abstufungen und statistischen Unsicherheiten (oder schlicht unbekannten Folgewirkungen) zeigt, dann überfordert dies den Geist im Grunde fast aller, es sei denn, sie neigen zur Prophetie. Aber wer tut das schon? Von der sich verändernden Biodiversität, die letztlich eine noch viel gewaltigere und schleichende Katastrophe für den Homo sapiens ist, wäre da noch gar nicht gesprochen. Viel hingegen ist die Rede von neuen Trockenzeiten. Wochen ohne Regen. Verdorrte Pflanzen und Bäume und sandige, versäuerte Böden.  Es gibt dann die

Verfangen

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Weg damit

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Man versuche es einmal und betrachte das Leben unter der Perspektive des Wegwerfens. Was nicht mehr gebraucht wird, was verfault, vergeht, sich nicht mehr eignet oder zu viele Fragen stellt, wird entsorgt. Jeden Tag wird der Mülleimer voller, wehe, wenn er nicht geleert wird.  Die Asketen und Neurotiker sortieren am meisten aus. Den einen ist alles zu viel, das nicht bereichert (und was bringt schon wirklich einen Mehrwert über den eigenen Nutzen hinaus?), und sie stopfen die Tonnen voll, schütten das für Unnötig erklärte auf die Straße und stellen den Krimskrams in blauen Plastiktüten verpackt vor die Second-Hand-Läden. Den anderen schüttelt es, wie schnell ein Stück Brot verschimmelt , wie Bakterien und Schmutzpartikel sich über alles hermachen wie Pilze über einen morschen Baumstamm. Chemisch Erzeugtes kommt vielen gar nicht erst in die Tüte, zur Not wird es gleich wieder in den Wald getragen, wo manch Wildtier es aufliest und gleich an einem anderen Platz wieder abträgt.  Doch auch

Mensch und Welt

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„Je weniger menschlich die Welt ist, desto mehr kommt es dem Künstler zu, an die Beziehung zwischen Mensch und Welt zu glauben und die anderen zu diesem Glauben zu veranlassen.“ Roberto Rossellini