Posts

Posts mit dem Label "Zwei Arten" werden angezeigt.

Zwei Arten: Sprung ins kalte Wasser

Von einem bestimmten Standpunkt aus betrachtet, gibt es eigentlich nur zwei Arten von Menschen: Jene, die mit einem Kopfsprung ins kalte Wasser hechten und solche, die sich das nie trauen werden.  Die Kopfvoranstürmer haben diesen Weg ins kühle Nass meist schon in sehr jungen Jahren gelernt. Sie würden gar nicht mehr auf die Idee kommen, sich burschikos in den Teich fallen zu lassen. Selbst wenn das Becken nur Zwergengröße hat: Der Kopfsprung symbolisiert Selbstvertrauen und Anmut. Als er erst einmal gelungen war, stellte das dunkle Blau keine Gefahr mehr dar. Und wer so ins feuchte Element gleitet, fürchtet sich auch nicht vor den Petitessen des Alltags.  Die Hineinplumpser hingegen sind alles andere als Wasserratten. Sie schwimmen, ja. Aber sie müssen dafür nicht planschen und wie wild spritzen, wie es meist die Kopfschwinger tun. Sie springen nicht, weil sie Angst davor haben - oder weil sie es lächerlich finden, so ihren Weg ins Wasser zu finden.  Stat...

Spaziergänger

Ich habe mich vor einiger Zeit dafür entschieden, bewusst darauf zu achten, wie die Menschen gehen, um ihnen, wenn sie aus Hetze oder Böswilligkeit auf mich zulaufen, als hätten sie mich nicht gesehen, ohne Anstrengung ausweichen zu können.  Manchmal treffe ich jemanden, der es ähnlich macht wie ich. Aber das ist selten. 

Zwei Arten: Erkältete

Von einem bestimmten Standpunkt aus betrachtet, gibt es nur zwei verschiedene Arten von Erkälteten. Der eine weiß, dass für ihn nun einmal wieder die Welt untergeht. Er zieht sich still in sein Kämmerlein zurück und fürchtet, dass sich aus dem Hüsteln recht schnell eine Lungenentzündung entwickeln könnte. Wenn er sich einmal aus seiner selbst geschaffenen Höhle aus Papiertaschentüchern und Medikamentenfläschchen befreit, teilt er jedem Menschen, der sich in seine Nähe traut, sofort mit, dass er höchstwahrscheinlich die nächsten Tage nicht überleben wird. Der andere ist eigentlich gar nicht krank, zumindest behauptet er es mit triefender Nase und heiserer Stimme. Am Arbeitsplatz, der natürlich keinen einzigen Tag verlassen wird (um freigiebig auch andere Menschen mit Bazillen zu beglücken), findet sich allerdings eine kleine Apotheke - vornehmlich um zu zeigen, dass man die lästige, aber vollkommen bedeutungslose Erkrankung natürlich im Griff hat.

Zwei Arten: Nutella-Esser

Bild
Von einem bestimmten Standpunkt aus betrachtet, gibt es eigentlich nur zwei Arten von Menschen. Die einen delektieren sich an Nutella, als wäre es eine Wunderwaffe im Kampf gegen den grauen, geschmacksterroristischen Alltag. Diese Menschen lassen das Brot auch einmal beiseite und greifen gierig mit dem Löffel zu. Manchmal sogar, wenn Schlaflosigkeit oder die Blase quälen, nachts. Wenn sie sich ein Brötchen mit Schokocreme gönnen, dann verputzen diese Schleckermäuler ihren Feinkostaufstrich mit geradezu neurotischer Penibilität. Kein bräunlicher Kleckser windet sich später um ihre nach der Mahlzeit stets auffällig strahlenden Lippen.  Die anderen verzweifeln an der robusten Kakaomasse, weil sie ihnen schon vom Messer auf den Boden tropft. Nuss und Nougat wollen sie in dem Frühstücksklassiker von Ferrero nur am Rande herausschmecken. Dass Fett und Zucker glücklich machen (wenigstens für einen reuebefreiten Augenaufschlag),  wissen sie zwar aus eigener Erfahrung. Doch so re...

Sie haben entschieden!

Voyeur  oder Exhibitionist