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Prolog

Spurlos verschwunden

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Die meisten meiner Phantasmen neigen sich dem Unheimlichen zu: aus großer Höhe fallen (oder flügellos fliegen können), von einem Unbekannten verfolgt werden (und, erst einmal geschnappt, im Nahkampf kein Gefühl in den Knochen zu haben, während ich zurückschlage) oder plötzlich zu verschwinden.  Erzählungen über Menschen, die von einem Moment auf den anderen wie vom Erdboden verschluckt erscheinen, berühren mich. Wurden sie entführt, gar getötet? Hatten sie einen Unfall - etwa der Fall in ein tiefes Loch während eines Waldspaziergangs? Haben sie ein neues Leben unter anderer Identität begonnen? Melden sie sich eines Tages vielleicht wieder; ein Anruf mitten in der Nacht? Warum hinterlassen sie keine Botschaft, wieso gibt es nicht einmal einen Hinweis auf ihren Weg hinfort?  Manchmal versteckt sich darin die Vorstellung von der Flucht aus einer Welt, die nicht mehr zu ertragen ist. Natürlich: auch eine Metapher für den letzten Handgriff.  Auszuschließen ist nicht, dass böse...

Ohne Titel (Studie zur Traurigkeit)

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Unfähigkeit zur Desillusionierung

„Tragödien entstehen durch Menschen, die sich weigern, aufzugeben.“   Adam Phillips

You've Got A Friend

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When you're down and troubled  And you need a helping hand  And nothing, nothing is going right  Close your eyes and think of me  And soon I will be there  To brighten up even your darkest night  You just call out my name  And you know wherever I am  I'll come running, oh yeah baby, to see you again  Winter, spring, summer or fall  All you've got to do is call  And I'll be there, ye, ye, ye  You've got a friend  If the sky above you  Should turn dark and full of clouds  And that old north wind should begin to blow  Keep you head together  And call my name out loud now  Soon you'll hear me knocking at you door  You just call out my name  And you know wherever I am  I'll come running, oh yes I will, to see you again  Winter, spring, summer or fall, ye  All you have to do is call  And I'll be there, ye, ye, yeah  Ain't it good to know that you've got a friend  ...

Frieden

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Postmoderne Individualität

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Phlegmatisch-schwaches Selbstbild  Unsicherheit über die eigene Identität und Vergangenheit Last des Zuviel-Wissens Verlust des Vertrauens in die Welt und die Idee verbindlicher Wahrheiten  Ich vermisse die Zeit, als mein Spiegelbild noch keine Bildbeschreibung brauchte.

Mind Games

Weißt du noch, wie du einmal John Lennon gezeichnet hast? Alle deine Freunde hielten ihn für Harry Potter. Das hat dich sehr empört.

Die Ballade vom Olivenkern

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Wir sind längst daran gewöhnt, dass uns alles ein wenig einfacher gemacht wird: Fisch kommt ohne Gräten daher und gerne paniert, Fleisch am besten ohne Knochen oder gleich ganz ohne Fleisch. Selbst an Obst und Gemüse wird im Labor herumgeschraubt, bis es bei Aussehen und Geschmack mehr unserer Idealvorstellung davon gleicht als der mitunter wankelmütigen, vom Wetter und anderen Wechselwirkungen abhängigen Realität. Natürlich ist es ein längst einforderungsfähiger Genuss, dass all das, was uns täglich wie gebratene Tauben in den Mund fliegt, von den Gefahren befreit ist, die nun einmal die Natur als letzten Grund für etwas erhöhte Konzentration und Geduld ausgelegt hat. Doch eines Tages kommt der Moment, da enthält eine saftige Olive, so schlaff sie auch daherkommen mag, einen verflucht harten Kern. Jeder Zahnarzt kann ein Lied davon singen.