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Prolog

Who's Afraid Of The Superspreader?

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Gedanken zu einer Welt im Zeichen von Corona Schweigen oder Schreiben? Diese Frage stelle ich mir, seit das neuartige Coronavirus die Welt in kürzester Zeit zum Stillstand gezwungen hat. Es gibt keine Worte für einen Zustand, der für sich selbst reklamiert, nur eine Ausnahme zu sein, gleichwohl aber keine Sicherheit zulässt, wann denn sein Ende gekommen sein könnte. Als die ersten Berichte über die rasche Verbreitung eines bislang unbekannten Erregers im chinesischen Wuhan die Runde machten, urteilten selbst die eilig konsultierten Experten, dass es sich um einen regionalen Schock handeln wird. Etwas klammheimliche, verbotene Bewunderung gehörte wohl dazu, als dazu immer wieder die Schlussfolgerung gereicht wurde, dass das Land der aufgehenden Sonne mit seinen harschen, zum Teil menschenverachtenden Methoden einer Einparteiendiktatur das Virus schnell eingekreist haben würde. Krankenhäuser mit Abertausenden Betten - in wenigen Tagen aus dem Boden gestampft. Ganze Regionen -

Ohne Titel (Studie zur Traurigkeit)

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Kennenlernen

Man weiß nichts über einen Menschen, bis man ihn in die Enge treibt.

Vertane Zeit, verlorene Müh'

Jetzt soll's auch bis zum bittren Ende glimmen,  Worte fallen eh nicht auf und Taten eher an.  Ich senke den Spiegel ab und stell' den Pegel ein.  Vertane Zeit, verlor e ne Müh'.  Lieben, einfach so, ganz wahr.

Die Ballade vom Olivenkern

Wir sind längst daran gewöhnt, dass uns alles ein wenig einfacher gemacht wird: Fisch kommt ohne Greten daher und gerne paniert, Fleisch am besten ohne Knochen oder gleich ganz ohne Fleisch. Selbst an Obst und Gemüse wird im Labor herumgeschraubt, bis es bei Aussehen und Geschmack mehr unserer Idealvorstellung davon gleicht als der mitunter wankelmütigen, vom Wetter und anderen Wechselwirkungen abhängigen Realität. Natürlich ist es ein längst einforderungsfähiger Genuss, dass all das, was uns täglich wie gebratene Tauben in den Mund fliegt, von den Gefahren befreit ist, die nun einmal die Natur als letzten Grund für etwas erhöhte Konzentration und Geduld ausgelegt hat. Doch eines Tages kommt der Moment, da enthält eine saftige Olive, so schlaff sie auch daherkommen mag, einen verflucht harten Kern. Jeder Zahnarzt kann ein Lied davon singen.

Menschen weinen

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Menschen weinen, weil sie verzweifelt sind. Weil sie einen Menschen verloren haben. Weil sie mit ihrem Partner gestritten haben. Weil sie Liebeskummer haben. Weil sie wütend sind. Weil sie enttäuscht sind. Weil sie sich selbst bemitleiden. Weil sie Angst haben. Weil sie Schmerzen spüren. Weil sie gestresst sind. Weil sie erschöpft sind. Weil ihr Haustier Schmerzen hat oder gestorben ist. Weil jemand in Not unerwartet Hilfe bekam. Weil sie Mitgefühl haben. Weil sie erleichtert sind. Weil sie glücklich sind. Weil sie von Musik gerührt sind. Weil sie von einem Film bewegt wurden. Weil ihr Sohn oder ihre Tochter geboren wurde. Weil sie den Sieg oder die Niederlage in einem sportlichen Wettkampf gesehen haben. Weil sie Gründe dafür haben, die nur sie selbst kennen. 

Entpolarisieren

 1. Verstehen 2. Verstanden werden

Trübsal

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