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Posts mit dem Label "Nacht" werden angezeigt.

Gefahrenfahrt

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Die Taxifahrerin, die seit mehr als 30 Jahren täglich durch die Nacht fährt und dabei stets mit einem mulmigen Gefühl in ihren Wagen steigt.  Welcher unberechenbare, aggressive Gast könnte als nächstes kommen? Wer wird Ärger machen, wer sieht nur danach aus? Resolut sagt sie, dass sie jeden Angreifer gleich mit ins Grab nehmen würde, zur Not mit ihrem Mercedes als rollender Waffe. Einmal, so erzählt sie, habe sie in den frühen Morgenstunden die Vorstandsvorsitzende eines großen Konzerns chauffiert. Die habe ihr volltrunken auf die Rückbank gepinkelt. Ein Schaden von 500 Euro, der sofort beglichen wurde. Allerdings erst, nachdem die Polizei kam. Nicht das erste Mal in ihrer Fahrtzeit.

Die Nacht singt ihre Lieder

Schriftsteller sind eitel, und auch wenn sie etwas anderes behaupten, sie empfinden sich stets im manchmal gar schmerzhaften Konkurrenzkampf mit anderen Autoren. Kritikern geht es nicht anders, sie loben die einen etwas zu wenig und verdammen die anderen etwas zu sehr. Oder andersherum, je nach Perspektive.  Wenn man nicht die Vorstellung von der schleichenden Zersetzung bürgerlicher Hochkultur teilen will, dann ist die Ankündigung, wer alljährlich den Literaturnobelpreis bekommt, einer der wenigen Festtage für jene, die lesen, weil es für sie zum Leben dazugehört. Verlage und Buchhandlungen freuen sich sowieso, denn der oder die Gekrönte verkauft schlagartig so viel mehr, dass sich schon so ein goldener Herbst ankündigt.  Dieses Jahr hat es den Norweger Jon Fosse getroffen. Ob es ein Glücksfall ist, den Preis zu erhalten, kommt auf den Charakter und auch das Alter der Ausgezeichneten an, vielleicht auch auf deren Geldkonto. Manche genießen still, andere hören auf zu schreiben...

Hineinkriechen

Kaum etwas bestimmt den Menschen im Innersten so sehr wie die eigene Beziehung zum Schlaf. 

Aufgegangen

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Nachtspaziergang

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The Killing Joke (5)

Die wechselseitige Abhängigkeit und die ins Wanken geratene Sicherheit über die Eindeutigkeit zwischen Gutem und Bösem, geistiger Gesundheit und Krankheit wird nur zum Teil auf der erzählerischen und figurenpsychologischen Ebene in der Batman-Trilogie von Christopher Nolan demonstriert. Der Besetzungscoup, Christian Bale als Darsteller Bruce Waynes und damit Batmans zu gewinnen, ist nicht nur deshalb konsequent, weil den Schauspieler eine beispiellose mimische Kühle bei gleichzeitiger körperlicher Dominanz auszeichnet, sondern weil er auch die Hauptrolle in der Verfilmung des vielleicht erschreckendsten Serienkiller-Romans der letzten Jahrzehnte gespielt hat: „American Psycho“. Den blutgierigen Gewalttäter Patrick Bateman verkörperte Bale mit einer ebensolchen Kühle und Eleganz wie Bruce Wayne. Und die Unterschiede zwischen dem von Schein und Geltungssucht besessenen Bateman und Batman verschwimmen nicht nur mit dem einen verschwundenen Buchstaben, sondern sie sind auch mit de...

The Killing Joke (4)

So sehr es den Anschein hat, dass es sich bei der Figurencharakterisierung in Nolans „Batman“-Trilogie um eine offensichtliche Vertiefung im Vergleich zu den Comics handelt, unterliegt der Zuschauer hier einem Fehlurteil. Die Filme arbeiten ganz bewusst mit einer – allerdings klug gewählten – Oberflächenpsychologie, die Figuren ins Zentrum der Handlung stellt, die weder eine im Verlauf der Erzählung erörterte Vergangenheit haben, noch eine Persönlichkeitsentwicklung durchmachen, die nicht bezogen ist auf die Leidens- und Heldengeschichte Batmans. Sollten nicht Details der eigenen Biographie die Motivation eines Gegners des dunklen Ritters erklären, für Zerstörung zu sorgen (wie z.B. bei Bane in „The Dark Knight Rises“), so sind sie nicht von Belang und werden ausgespart. Auch die Verbündeten Batmans (der kauzige Butler und Ersatzvater Alfred Pennyworth, der ernste Commissioner James Gordon, die aufrechte Rachel Dawes, der loyale Lucius Fox) verfügen über keine eigenen nennens...

The Killing Joke (1)

Vor sieben Jahren habe ich einen Essay begonnen, den ich nicht zu Ende geschrieben habe. Am 20. Juli 2012 machte sich der damals 24-jährige James Eagan Holmes in Aurora als Clown kostümiert auf den Weg zu einem der großen Cineplexe. Dort lief gerade die erste Vorstellung von „The Dark Knight Rises“, dem letzten Teil der drei von Christopher Nolan gedrehten Filme über den dunklen Ritter. Holmes hatte eine Flinte, ein Selbstladegewehr und eine Pistole dabei. Er verschaffte sich Zutritt zum Kino, zündete eine Tränengasgranate und schoss willkürlich auf die Menschen, die sich eigentlich auf einen unterhaltsamen Abend gefreut hatten. Sie bezahlten ihn mit ihrem Leben.  Diese erschreckende Bluttat korrespondierte mit dem Höhepunkt eines neu entflammten Batman-Fiebers. Ich habe mich damals gefragt, ob die hyperreale Darstellung der Comicwelt in Nolans Filmen möglicherweise ein Spiegelbild für einen gesellschaftlichen Wandel sein könnte, der sowohl auf ästhetischer wie auf politischer Eb...

Transport

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Ein Schritt weiter

Für die Leidenschaft durchs Feuer gehen Wer will das nicht, wer kann das schon? Erinnerungen an die Katastrophe, die einmal am Anfang stand. Die Geschichte hat sich durchgesetzt; sie verschlingt ihre Kinder und wird angebetet wie ein ölverschmierter Götze. Wenn schon sonst nichts mehr transzendiert, dann doch wenigstens Annalen. Ein Rauschen, ganz weit weg und doch nicht fern, das in der Nacht zum Sturzbach wird. Wie soll ich damit leben lernen?  Wenn das große Werk sich nicht zusammenfügen lässt und all die Teilchen hin zum Chaos streben, vielleicht ist es dann nur klug, sich mit einem Ruck zum Bilderstürmer auszurufen. Mit der Linse scharf in die Welt hinein brennen, suchend sich verschwenden.  Die Angst vor den Liedern, weil sie nicht Lied sein wollen ohne Rhythmen. Auf der Trommel suchen nach dem Takt; er ist immer schon hinfort geeilt. Vielleicht ist es wieder nur eine Flucht ins Abstrakte. Aber dort wo alles hübsch erstrahlt und Linien alles geradeweg...

Nachtschwärmer

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Close Up (7): Durch die Nacht mit …

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Close Up (6): Blick in die Nacht

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