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Posts mit dem Label "The Simpsons" werden angezeigt.

Like A Rolling Stone

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Irgendwo zwischen Wilhelm Tell, „Uhrwerk Orange“, John Williams, den „Simpsons“ und „Akte X“ glomm der erste Funke. Meine Eltern spielten und hörten klassische Musik. Rossinis Ouvertüre in seiner Oper zum Schiller-Schauspiel wurde mir zum Herzensöffner für die Musik, weil es so rasant und entschlossen war. Es hatte Action, es erinnerte mich an vieles aus Zeichentrickserien, vielleicht wurde es in einem Looney-Tunes-Cartoon eingesetzt.  Derart begeistert, bekam ich von meinen Eltern den Soundtrack von „Uhrwerk Orange“ zu hören, weil dort nicht nur die „Diebische Elster“ zu hören ist, sondern auch die von Wendy (damals noch Walter) Carlos verfremdete Synthesizer-Version der Wilhelm-Tell-Ouvertüre. Wer glaubt schon, dass man auch für Töne zu jung sein könnte? Von Rossini war es wohl nur ein kleiner Schritt zu John Williams und einer Kompilation mit Stücken, die er mit dem Boston Pops Orchestra aufgeführt hatte. Meine erste CD. Film und Musik, zwei Leidenschaften, die sich ganz und gar...

OmU

Es gibt sie seit dem Beginn des Streaming-Zeitalters viel häufiger als früher: Diese Typen, die behaupten, sie würden sich alles, was sie sehen, nur im Original-Ton anhören. Sie meinen damit oft, dass sie, weil sie dieser Sprache mächtig sind, alles in Englisch verfolgen, weil es sich ohne Synchronisation völlig anders anhörte.  Damit haben sie natürlich recht, denn der Übertragungsprozess in eine andere Sprache bringt Kürzungen und emotionale Verschiebungen mit sich. Man hört es am schönsten, wenn etwa deutsche Schauspieler, die in Hollywood reüssieren, ihre eigenen Filme synchronisieren. Manche kokettieren möglicherweise sogar mit diesem Fremdheitseffekt, jedenfalls sollte man das für die launigen Übersetzungssprachleistungen von Christoph Waltz als Ironievariante nicht ausschließen.  Trotz dieses natürlich auch als Distinktionsgewinn zu verstehenden Rezeptionsverhaltens - man hört es immerhin manchmal noch bei französischen, italienischen oder spanischen Filmen und Serien, ...

Langzeitstudent

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Trübsal

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It's A Mad, Mad, Mad World

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  Es mag wie eine Kapitulation vor den immer mieser werdenden (ökonomischen) Umständen anmuten. Doch in Wahrheit hat sich „Mad“ nur den größten aller Jokes für den Schluss aufgehoben. In dem Moment, in dem die Welt exakt zu jener Parallelgalaxie des Schwachsinns geworden ist, die „Mad“ mit Spott und subversiver Verve gegen die unerträglichen politischen und kulturellen Zwänge des vergangenen Jahrhunderts herbei fantasiert hat, streckt es die Waffen.  In diesem Jahr wird in den USA wohl die letzte Ausgabe des legendären Satire-Magazins erscheinen. Ein langjähriger Mitarbeiter verriet es in einer privaten Facebook-Gruppe, ein Blogger las mit - und nun ist die Katze aus dem Sack. Das lange Zeit auf billigem Papier und ausschließlich in Schwarz-Weiß gedruckte Blättchen zelebrierte mehr als ein halbes Jahrhundert Zoten, delektierte sich an der Lust der Leser, nichts und niemanden zu Ernst zu nehmen. Das kam an. Mehrere Generationen wuchsen mit den skurrilen Onomatopoes...

Dieses Magazin wird dringend benötigt!

Danke, Lisa!

Lisa, ich mag dich. Lisa, ich brauche dich. Du warst immer Vorbild, wenn auch manchmal ein schräges. Noch viel mehr: Du warst mir immerzu Hoffnung, denn du hast bewiesen, dass selbst unter dem größten Schwachsinn Geniales wachsen kann. Oftmals erschienst du mir als bornierte Streberin, die mit guten Schulnoten ihr Außenseiterdasein zu überwinden versuchte. Da hatte ich aber noch nicht verstanden, wie mutig du bist. Wie schwer hat man es als mittleres Kind zwischen einem großen Bruder und einer kleinen Schwester; der eine ist ein Versager und hat nur Unsinn im Kopf, die andere robbt sich stillschweigend durch ihre eigene Welt. Du warst den Feministinnen dieser Welt, ohne damit auch nur eine Sekunde zu prahlen, ein größeres Vorbild als jede Frauenrechtlerin. Nicht einen Moment akzeptiertest du, nur weil dein Vater ein Trottel und deine Mutter Hausfrau ist, dass dies für dich ein Nachteil sein könnte. Nicht einmal depressive Lehrerinnen, denen dein strebsamer Furor auf den Wecker fiel...

Serienjunkies (4)

Über sogenannte Qualitätsserien Am Ende sind es doch sehr wenige TV-Formate, die mit der DVD-Zweitverwertung oder der Internet-Drittverwertung große Gewinne machen. In der Regel handelt es sich um durchaus geschickt variierte Neufassungen altbekannter Narrative, die nach wie vor die gleichen Themen beackern wie im alten Jahrtausend. Noch immer geht es um konservative Modelle von Freundschaft, Liebe und Familie. Besondere Berufsfelder wie Mediziner, Kriminalkommissare (oder eben Gerichtsmediziner) oder auch Pädagogen, unter denen sich die meisten Menschen etwas vorstellen können, stehen im Zentrum. Und wenn es auch um Physiker oder Politiker gehen sollte – noch immer wird weniger die eigentliche Arbeit der Menschen geschildert als vielmehr ihr unbeherrschtes Privatleben.  Vor allem bedienen sich selbst die großen Qualitätsserien fast aller Formate bei den üblichen Geschlechterbildern, so dass es Breaking Bad oder Sex And The City , Mad Men oder Desperate Housewives trot...

Serienjunkies (3)

Über sogenannte Qualitätsserien Stehen nicht auch die vielen weltweit verstreuten Fernsehsender der ganzheitlichen künstlerischen Vision der neuen Qualitätsserien im Weg, wenn sie völlig ungeniert und ihrem (Einschaltquoten-) Erfolg gemäß ganze Serienstaffeln auseinanderreißen und wahllos das Programm aus kaum mehr zueinander in Beziehung zu setzenden Episoden bestücken, wie das zum Beispiel in Deutschland mit beliebten Stoffen wie Dr. House , CSI oder Sitcoms wie Two And A Half Men und Big Bang Theory geschieht? Ist es nicht auch schädlich, wenn das Fernsehen auf das vom Zuschauer angenommene Rezeptionsverhalten reagiert und ganze Serienstaffeln – wie bei Game Of Thrones oder The Walking Dead – an einem Wochenende oder gar in einer Nacht versendet? (Wie muss man sich diese Endlosnächte vorstellen, wenn bei unendlicher Kaffeezufuhr heruntergeschaut wird, was auch wochenlang in Ruhe und mit voller Konzentration gesehen werden kann? Man stelle sich nur vor, drei Filme von Goda...

Serienjunkies

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Über die sogenannten Qualitätsserien Nun hat also auch Breaking Bad – die in den letzten Monaten, vielleicht sogar Jahren am meisten diskutierte US-TV-Serie ihr mit Spannung erwartetes Finale erlebt. Vorhang zu und alle Fragen offen? Wochenweise wurden Spekulationen über das Schicksal der von Bryan Cranston gespielten Hauptfigur Walter White nicht nur in den schnelllebigen Internetforen gestreut, sondern auch im gehobenen Feuilleton diskutiert. Wie konnte es dazu kommen, dass eine TV-Serie, die nicht einmal auf einem prominenten Sendeplatz im frei empfangbaren deutschen Fernsehen gezeigt wird, einen eigenen Internet-Blog auf Spiegel Online haben durfte?  Qualitätsfernsehserien (was für ein eigenartiger Begriff, als hätte es vor dem mit diesem Label bezeichneten Fernsehen keine qualitativ hochwertigen Stoffe gegeben) seien für das 21. Jahrhundert die Erzählform, die der Roman für das 20. Jahrhundert darstellte. Ausgerechnet das Fernsehen, jahrzehntelang für seinen weichge...

Der Zeitschriftenleser

Lesen - Eine Odyssee (4) Yps PFF Yam Lobo Neon Stern Limit Baller Kicker Asterix Cinema Batman Die Zeit Popcorn Projekt X Pop Rocky Bravo Sport Micky Aktiv Micky Maus Musikexpress Bravo Screenfun Simpsons Comics Batman Adventures Computerbild Spiele Lustiges Taschenbuch Die Taschenuhren-Sammlung Im Reich der Urwesen Faszination Wissen Psychologie Heute Games and More Rolling Stone Computerbild TV Spielfilm Film-Dienst Vanity Fair PC Games Sportbild Matador Dummy N-Zone Maxim Galore Bravo Total Spex Time Max JLA

Gelbfieber

Eine kritische Betrachtung der Simpsons vor dem Eintritt ins Kino Anschwellende Musik, einige Linien, gelb und rot, eine Stimme, die auf das Rückkehren des größten Helden der amerikanischen Geschichte verweist. Schwenk vom Superman-Dress zu Homer Simpson, der hilflos sagt: „I forgot what I supposed to say!“ Die Simpsons werden es auf die große Leinwand schaffen. Und der erste Trailer, der beinahe beiläufig Aufregung provoziert hat, beweist die große Sprengkraft kulturreflexiver, subversiver Dimension, wenn zunächst auf das Comeback Supermans angespielt wird, die Simpsons ursächlich gemeint sind und deren tragender Held vergisst, was er zu sagen hätte. Matt Groening, der große Schöpfer der noch größeren, wichtigsten Zeichentrickserie aller Zeiten hatte ein halbes Leben lang darauf bestanden, dass ein Kinofilm ein endgültiger Abschluss seiner Serie wäre. Ein Film würde sozusagen das Gesamtwerk abrunden, es veredeln und damit endgültig unsterblich machen. Diese Einstellung stammt a...