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Posts mit dem Label "Sex" werden angezeigt.

Schlüssellochperspektive

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Lust aufs Leben

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Wenn eines wirklich prägend ist für Mexiko, dann ist es neben der unheimlichen Bezogenheit zum Tod eine dazu im Gegensatz stehende und kaum erklärbare spirituelle Freude am Leben, an der Lust, an der Liebe, am Feiern, an der Gemeinschaft. Das und noch einiges mehr zeigt Alfonso Cuarón in seinem hinreißenden Jugendfilm „Y Tu Mamá También“.  Es ist ein Coming-Of-Age-Drama par excellence, mit unverbrauchten Gesichtern, satten Landschaftsaufnahmen und ungewellten Erotikszenen. 2001 wurde der Film zum unerwarteten Indie-Hit. Seinen Untertitel „Lust For Life“ bekam der Film nicht umsonst.  Für Cuarón war „Y Tu Mamá También“ nach der zu dem Zeitpunkt bereits in Vergessenheit geratenen Dickens-Adaption „Große Erwartungen“ (1998) der Weg zurück nach Hollywood, das sein Talent zwar erkannte, aber augenscheinlich nicht fördern wollte.  Nach „Amores Perros“ (2000) von Alejandro González Iñárritu, „The Devil’s Backbone“ (2001) von Guillermo del Toro und „Japón“ (2002) von Carlos Reyga...

Sublimation II

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Sublimation I

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David Lynch von A-Z: Sex

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Fernab von voyeuristischen Kategorien, die eine Betrachtung dieses Gegenstandes ganz von selbst mit sich bringen, kann man ohne Scham behaupten, dass Lynch einige der schönsten, aber auch bizarrsten Sex-Szenen der Filmgeschichte inszeniert hat.  Angefangen von der Unzahl an Sex- und Geburtsakt-Metaphern in „Eraserhead“ (die in einen Traum gipfeln, in dem die Angst vor der Sexualität auf ganz und gar erschreckende Weise visualisiert wird) über die  Vergewaltigung in „Blue Velvet“, in der der von Dennis Hopper gespielte Frank Booth wie ein Tier über Dorothy Vallens (Isabella Rossellini) herfällt, bis hin zu „Mulholland Drive“, in dem nicht nur lesbischer Sex für einen vermeintlichen Mainstream-Film auffällig dezent inszeniert erscheint, sondern der auch (selten genug im Kino, aber längst nicht mehr so Aufsehen erregend wie in „Das Schweigen“ von Ingmar Bergman) eine allerdings bittertraurige Szene weiblicher Masturbation zeigt, gibt es unzählige Varianten der Sex-Darstellung un...

David Lynch von A-Z: Rita

Es ist eine der Schlüsselszenen in „Mulholland Drive“, die den Film als Hommage und tragikomische Parodie auf die großen Zeiten der Traumfabrik (also auch „Sunset Boulevard“ von Billy Wilder) positioniert: Weil eine Frau nach einem Autounfall ihr Gedächtnis verloren hat und nicht mehr weiß, wie sie heißt, erblickt sie ein Poster des Films „Gilda“ mit Rita Hayworth und nennt sich von dem Zeitpunkt an „Rita“; Man hat es Lynch oft vorgeworfen, dass seine Frauenfiguren mit einer gewissen Holzschnittartigkeit bestimmte Rollen einnehmen, oft im Kontrast zueinander die naive, asexuelle Blonde und die geheimnisvolle, sexuell vielseitige Brünette. Natürlich geht dieser Vorwurf niemals vollständig auf (man denke nur an die ambivalente weibliche Besetzung in „Twin Peaks“), doch Tatsache ist, dass Lynch die Frauen in seinen Filmen mit großer Zärtlichkeit und auch einer gewissen Neugierde betrachtet.  Geheimnisumwitterte Frauenfiguren Wie und warum sie handeln, ist stets das größ...

Platsch

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Wenn Halbwüchsige ihr sauer zusammen gespartes Taschengeld für sündhaft teure Kondome ausgeben, nur um sie dann mit Wasser zu befüllen und sich gegenseitig damit zu bewerfen, dann ist die Welt vielleicht doch nicht aus den Angeln.

David Lynch von A-Z: Nicht zu Ende geboren

Eine der vielen (vielleicht hilflosen, aber nötigen) Interpretationskrücken, mit der man David Lynch beizukommen versuchte, ist die des „nicht zu Ende geborenen Mannes“. Laut Filmkritiker Georg Seeßlen implementierte der Regisseur in fast all seinen Filmen eine oder mehrere symbolische Figuren, die über einen Urzustand des Seins (noch) nicht hinaus gekommen sind. Ihr Schicksal pendelt zwischen Tragik und Komik. Angst vor dem Erwachsenwerden Natürlich scheint hier „Eraserhead“ am Hintergrund auf, das symbolische Ur-Ei in „Lynchville“. Hier hat der Protagonist mit einem schockierenden, kreischenden, röchelnden, wurmähnlichen Wesen zu kämpfen, dessen Vater er angeblich sein soll. Aber auch der „Elefantenmensch“, der als menschliche Ungestalt auf die Welt kommt, folgt diesem theoretischen Konzept geradezu schauderhaft konsequent.  Doch der psychoanalytische Ansatz, der auch schon für Lynchs erste bedrückende Kurzfilme wie „The Grandmother“ fruchtbar gemacht werden kann, reic...

David Lynch von A-Z: Hölle

Nimmt man das melancholisch-stille Road-Movie „Straight Story“ einmal aus, so lässt Lynch seine Figuren in eigentlich allen Filmen unaufhaltbar in die Hölle fahren. Wobei die Bewegung, die Fahrt, der Prozess des (vor sich hin) Treibens eine große Rolle spielt. Auch wenn Henry Spencer von einer unheimlich deformierten Tänzerin, die in seiner Heizung wohnt, vorgesungen bekommt, dass im Himmel alles großartig sei, bleibt ihm schließlich, nach einem wahrlich surrealistischen Inferno, nur die Verwandlung in einen Radiergummi. Hölle, das ist bei Lynch auch ein Ort, an dem die Menschen mit ihren verdrängten Schattenseiten konfrontiert werden, ihren sexuellen Gelüste und aggressiven, sinnlosen Trieben. Gewalt und Gegengewalt wird hier mit großer visueller Kraft von ihrer ansonsten infantilen Verkleinerung im Kino befreit. Selbst Hollywood, die Traumfabrik, kann wie in „Mulholland Drive“ zum Moloch werden, in dem finstere Gestalten und mysteriöse Hintermänner heimlich die Strippe...

Das Lächeln der Rowlands

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Sonnenbrille auf der Nasenspitze,  Verdeckt vor einer gramgebeugten Welt.  Sie schaut in deine Augen, rümpft die Nase  Presst die Lippen fad zusammen.  Quäl’ sie nicht mit deinen Sorgen,  Sie schaut sonst nur immer trüber drein.  Die Zigarette schlecht gerollt,  Das Haar geföhnt und akkurat gewellt,  Der Teint wohl einfach so dahingetupft,  Mühelos und trotzdem fahl.  Schenk’ ihr bloß das Bier nicht nach,  Sie wird damit sofort den Tisch begießen.  Dann wird sie fauchen, später brüllen,  Bis ihr die Kehle matt geworden ist.  Ein andrer hat sich dann schon zu ihr hingedreht.  Er sitzt in deinem Rücken,  Du siehst ihn einfach nicht.  Mit blitzeblanken Augenzähnen  Versucht er sich als stiller Don Juan.  Obwohl du weißt, dass sie derlei Übel  Oftmals genug beiseite sprengt,  Überfällt dich oft, gib’ es nur zu,  Ein heiseres Gefüh...

Zu verschenken

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Der Apokalyptiker (3): Schuld und Sühne

Längst hat sich Haneke auch zum Schauspielerregisseur gemausert, dem die großen Vertreter(innen) der Zunft nur zu gerne in den erzählerischen Abgrund folgen. Das ist das Verdienst von Juliette Binoche, die den Regisseur zur Jahrtausendwende nach Frankreich lockte und mit ihm die überraschend poetische und natürlich dennoch spitzfindige Film-Rhapsodie „Code: unbekannt“ drehte. Der weithin unterschätzte Film sollte längst als eines der Schlüsselwerke Hanekes betrachtet werden, vereint der Regisseur doch hier – mit eindrucksvollen Plansequenzen – alle seine bedeutsamen Themen der frühen Werke mit einer wesentlich zugänglicheren, pointierteren Inszenierung. Schaut man auf die von Terror, Fremdenhass und Demokratieerosion geprägten Gegenwartsdiskurse, dann findet man alle wesentlichen Triebfedern für das, was zur Zeit bewegt, in diesem ergreifenden, aber auch stillen Mosaik von einem Film.  Mit der „Klavierspielerin“ zeigte Haneke 2001, dass es ohne Probleme möglich ist, etwas von ...

Nebensache

Sex is just a MacGuffin .

Lebensstufen

In jungen Jahren teilt sich die Welt, grob gesprochen, in Menschen, die schon Sex hatten, und solche, die noch keinen hatten. Später dann in Menschen, die Liebe erlebt haben, und solche, die das noch nicht haben. Noch später - jedenfalls dann, wenn wir Glück haben (oder auch nicht) - teilt sich die Welt in Menschen, die Leid erfahren haben, und solche, die das nicht haben. Diese Einteilungen sind absolut; es sind Wendekreise, die wir überschreiten.  Julian Barnes - "Lebensstufen"

Der Ursprung der Welt

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Sie haben entschieden!

Voyeur  oder Exhibitionist

Smartphonezombies

Wer auf sein Smartphone starrt, enterotisiert sich. Ein angestrengter Blick auf einen flimmernden Bildschirm, dem von außen zunächst kein Sinn zugeordnet werden kann, kennt keinen Charme, macht nicht neugierig, er hat nicht einmal etwas Vergeistigtes. Er bleibt stets ein zweckfreies Starren.  Immerhin ist der Blick auf andere Geräte in der Regel mit Arbeit oder einem zielgerichteten Vergnügen verbunden, sei es nun ein Computer, ein Fernseher, ein Laptop oder sogar ein Tablet. Auch wer telefoniert, vermittelt anderen Menschen, dass er etwas tut, das nur ihn und denjenigen angeht, der an der anderen Seite der Strippe hängt.  Doch das Smartphone bildet hier eine Ausnahme, mobilisiert es doch Sehnsüchte, Kommunikation, Informationsbedürfnis und was auch immer die Apps hergeben auf den schnellen, akkuzerrenden Hingucker zwischendurch. Der Handynutzer ist nur und ausschließlich mit sich selbst beschäftigt - selbst wenn er über SMS, WhatsApp, Facebook oder andere Diensten ...

Das Gesetz der Begierde (2)

Das Sexuelle giert nach Details. Es fokussiert sich auf Augen, Füße, Haare, Bauchnäbel, Flüssigkeiten, Wunden, Kleidungsstoffe. Kurzum: Das Sexuelle sucht im Fetisch nach dem Höhepunkt. Aber noch einmal: ob es Mutters Brüste, Vaters Worte, die nackten Füße des Kindermädchens an Sommertagen oder die Gelüste am eigenen Stuhlgang sind – die Herkunft der Begierde verharrt im Nebulösen. Dieses Geheimnis ist die Stärke des Sexuellen. Seine Stärke markiert aber auch die Schwäche ihres Trägers. Das Sexuelle will gleichzeitig verwirklicht und abgetötet werden. Warum? Es entspinnt verführerisch einen Leitfaden für die perfekte sexuelle Choreographie. Zugleich will es aber inszeniert werden, immer und immer wieder! Wird seine Traumdramaturgie auch nur ansatzweise erfüllt, zeigt sich, dass der Idee nur ein schwächliches Szenario folgen kann. Post coitum omne animal triste est . Das Verlangte zeigt keine Wirkung. Und wenn es Wirkung zeigt, dann will es sofort wiederholt werden. Aber je öfter die...

Das Gesetz der Begierde

Das Sexuelle ist Schicksal. Es bestimmt die Sehnsüchte. Es koordiniert Freud und Leid der eigenen Lust. Es meint nicht Erotik. Das wäre nur das Verlangen nach dem Verlangen nach Sex. Es ist auch nicht zu verwechseln mit dem Akt selbst. Der Akt ist nur die Aufführung des Sexuellen, die, meist misslungen, Lust spendet, vielleicht sogar Befriedigung, in den seltensten Fällen aber Befriedung des Sexuellen ist. Das Sexuelle ist eine Wunschmaschine. Erst einmal in Betrieb genommen, lässt es sich nicht mehr abschütteln. Deshalb ist es auch gefährlich. Schon in früher Kindheit organisiert es sich, wird gefüttert von unzähligen Reizen. Nichts wird vergessen, alles bleibt abgespeichert. Viele Farben mischen sich über die Jahre zu einem einzigartigen grellen Farbton zusammen, der weitaus prägender ist als der eigene Name. Das Sexuelle ist das Vorspiel. Es ist der Kinofilm, der das große Spiel am Laufen hält: ein buntes Mosaik, das die Leidenschaft entzünden lässt. Aber es bleibt ein Rätsel, ...