Skizzen eines Lebens

Und wenn wir das Leben einmal nicht danach bewerten, ob etwas darin gelungen ist?

Sehnsüchte, Träume und Ideen werden viel zu häufig aus dem Gedankenreservoir entsorgt, weil sie zu keinem Ziel führten oder weil sie schlicht an der harten Realität scheiterten. Möglicherweise, wer weiß das schon genau, waren sie nie für eine Verwirklichung bestimmt.

Häufig türmen sich diese Entwürfe eines nicht gelebten Lebens zu einem Angstgebirge der verpassten Chancen auf. Taucht auch nur der Hauch einer Möglichkeit am Horizont des Alltags auf, dennoch etwas davon zu realisieren, so rennen nicht wenige blind gegen die Wand.

Das liegt vor allem daran, dass der Ereignislosigkeit, eigentlich auch der Resonanzlosigkeit dieser schäumenden Entwürfe, deren Ursprung oft gar nicht nachgeforscht werden kann, nicht die Bedeutung zugemessen wird, die sie verdient.

Gewichtete man jenes, das das Leben bestimmt (also alles, das aufgeschrieben, in Lebensläufe gequetscht, von anderen gefeiert oder beweint, mit einem Pokal ausgezeichnet oder mit Worten gerügt werden kann) genauso wie all die nicht abgefeuerten Traumraketen (also alles, das versteckt wird, in Tagebüchern oder Notizbüchern notiert wird oder lediglich Gedanke bleibt), dann entblätterte sich vor unseren Augen eine andere Perspektive auf unsere Existenz. 






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