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Keine Angst!

▶︎Fünf Sekunden tief durch die Nase so viel Sauerstoff wie möglich einatmen. Dabei an etwas Schönes, Hoffnungsvolles, Berührendes denken.  ▶︎ Fünf Sekunden den Atem anhalten.  Dabei versuchen, an überhaupt nichts zu denken. ▶︎Fünf Sekunden, oder so lange es möglich ist, durch den Mund ausatmen. Dabei an etwas Schlechtes, Trauriges, Unangenehmes denken. ▶︎ Diese Übung bis zu drei Mal am Tag jeweils zehn Minuten lang praktizieren.

Wege

Man kann nur abkürzen, was man einmal gegangen ist.

Happy/Sad

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I spoke to a man  Down at the tracks  And I ask him  How he don't go mad  He said, "look here, junior, don't you be so happy  And for heaven's sake, don't you be so sad"

Denken ohne Trost

„Gehe von deinen Beständen aus, nicht von deinen Parolen.“ Gottfried Benn

Misstrauen statt Urteilskraft

Bürokratie ist der Preis dafür, dass niemand mehr entscheiden will, sondern alle nur noch absichern.

Über die Liebe

Wer nichts weiß, liebt nichts.  Wer nichts tun kann, versteht nichts.  Wer nichts versteht, ist nichts wert.  Aber wer versteht,  der liebt, bemerkt und sieht auch...  Je mehr Erkenntnis einem Ding innewohnt,  desto größer ist die Liebe...  Wer meint, alle Früchte  würden gleichzeitig mit den  Erdbeeren reif,  versteht nichts von den Trauben. Paracelsus

Always On My Mind

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Frage nie einen DJ auf Hochzeiten, warum er einen bestimmten Song nicht spielt. Du wirst immer die Antwort bekommen, dass er genau weiß, was er da tut. Und das stimmt auch. Wer einen Playlist-Manager bei solchen Veranstaltungen beobachtet, erkennt, dass sein Wirken im Wesentlichen darin besteht, zu wissen, in welche emotionale Richtung sich die Feiernden gerade bewegen. Wer diese Leistung verkennt, beobachte einmal, was passiert, wenn man im falschen Moment „Dance Me To The End of Love“ spielt. Ein jegliches hat seine Zeit, auch auf Hochzeiten.  Gewünscht hatte ich mir eigentlich einen bestimmten Song der Pet Shop Boys, aber ich bekam ihn nicht. Der Einsatz anderer Songs verfehlte, soweit ich das beurteilen kann, seine Wirkung zwar nicht. Aber ich war dennoch traurig. Ein schöner Moment wird durch die Musik der Pet Shop Boys stets noch etwas schöner.  Seit vielen Jahren begleiten mich Neil Tennant und Chris Lowe durchs Leben wie gute Freunde, die stets da sind. Nicht immer hab...

Davon

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Glückssache

„Nur die sind glücklich, die ihren Geist auf etwas anderes richten als auf ihr eigenes Glück.“ John Stuart Mill

In der Mangel

Ohne Mangel kein Begehren, keine Kreativität, kein Antrieb.

Kosmische Ironie

Die erste interplanetare Zivilisation wird wahrscheinlich aus Robotern bestehen.

Umfall

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Winter in Berlin können grimmig sein. Schnee und Kälte sind gar nicht so sehr das Problem, dafür aber Glätte. Vor einiger Zeit wurde sie mir an einem Ort zum Verhängnis, als ich gar nicht damit rechnen konnte, denn es war Winter ohne Schnee, Kälte und Glätte.  Ich war mit Hast zu einem Termin unterwegs und übersah dabei, während ich noch beim schnellen Gehen etwas in meinem Beutel verstaute, dass der Boden mit einer Wasserlache überzogen war, die nicht vom vorherigen Regen stammte. Offenbar war es eine seifige Flüssigkeit, vielleicht um den Belag zu reinigen. Ich verlor den Stand. Nur ein winziger Verrat zwischen Fußsohle und Welt.  Die Beine sprangen auseinander, die Füße kippten. In einem lächerlich kurzen Moment kreisten meine Hände hektisch, griffen ins Nichts. Eine absurde Choreografie. Dann stürzte ich. Der Oberkörper zu spät, ein Sprung nach vorn und zugleich zurück. Der Aufprall zunächst weit entfernt.  Plötzlich drängten sich mir Gedanken auf – in diesem Augenbli...

Ob Sonne oder Regen...

Den Glücklichen kümmert das Wetter nicht.

I Like The Way This Is Going

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„Life is funny, but not 'ha ha' funny.“ (Mark Oliver Everett, Eels, „3 Speed“)

Kakerlaken glotzen

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Eine ganze Nation wärmt sich am Fernsehlagerfeuer, wenn RTL alljährlich „Ich bin ein Star - holt mich hier raus!“ sendet. Dass es sich um einen harmlosen Spaß ohne Folgen handelt, ist allerdings ein gefährlicher Irrtum. Warum nur berichten so viele geradezu ekstatisch vom RTL-Dschungelcamp - gibt es nicht wichtigere Themen, die dieses Land bewegen? Sicher gibt es die. Aber der Erfolg dieses eigenartigen Sendeformats ist, dass es trotz Medientamtams massiv unterschätzt wird. Eigentlich sollte man annehmen, dass es sich hier um einen weiteren Tiefpunkt in der nach unten offenen Skala des Selbstentwürdigungstheaters handelt, das die Privaten und besonders RTL seit Jahren kultivieren. Aber das wäre zu einfach. Längst wärmt sich eine ganze Nation an diesem Fernsehlagerfeuer. In der Spitze sehen bis zu 9 Millionen Menschen dem bunten Treiben im australischen Regenwald zu. Oder ist es doch nur ein gigantischer Container in Köln/Hürth? Jedenfalls bescheren die Zuschauer RTL vor a...

Schlüssellochperspektive

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Zoom, zoom

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Eisberg voraus!

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Die Eulen sind nicht das, was sie scheinen

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Gerade einmal 428 Tage liegen zwischen der Erstausstrahlung des Pilotfilms von „Twin Peaks“ und der letzten Folge der (zunächst finalen) zweiten Staffel. Dann war 1991 auch schon Schluss, nach nicht einmal 30 Episoden.   Zwischen der tot in Plastikfolie eingewickelten Laura Palmer und FBI-Agent Cooper, dem im Spiegel das absolut Böse (BOB) entgegenlacht, schrieben David Lynch und Mark Frost Fernsehgeschichte. Die Serie wurde zum popkulturellen Phänomen, das selbst Queen Elizabeth II. brennend interessierte. Aber sie war dem ausstrahlenden Sender ABC nicht geheuer. Erst pochte man auf eine schnelle Auflösung, wer die Schulschönheit ermordet hat, schließlich empfand man die Mischung aus absurdem Drama und Kirschkuchen-Kitsch als zu ausufernd, um fortgesetzt zu werden.  Doch auch wenn „Twin Peaks“ vom Schirm verschwand, die Anhänger wollten nicht loslassen. Sie hielten das fiktive Städtchen mit angeblich 51.201 Bewohnern, deren faszinierendste Vertreter man einige Stunden la...

Schwindelfrei

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Auf dem Spielplatz habe ich es festgestellt: Es geht nicht mehr mit dem Schaukeln. Jedenfalls nicht mehr wie früher.  Rückblickend fühlt es sich an, als hätte ich fast meine gesamte Kindheit durchgeschaukelt. Welche Freiheit und Ruhe darin steckten, sich auf einen Schaukelstuhl im Grünen zu schwingen, ihn hin und her zu wippen. Der sanfte Wind um die Ohren, die Beine hoch und runter, die Hände fest an den Ketten (im Winter waren sie immer zu kalt, aber das war egal). Es ist pure Physik, und doch fühlte es sich gerade so an, als würde man für einen pendelnden Moment die Schwerkraft aus den Angeln heben.  Wenn ich einst so hoch wollte, wie es der Balken zuließ, so ist heute früh Schluss. Springe ich ab, ereilt mich ungelogen auf der Stelle ein Schwindel. Der lässt sich auch nicht so leicht abschütteln, ich muss regelrecht Stand suchen, um nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren. Der wippende Spaß, er ist dahin. Das Alter wird mir zentnerschwer bewusst.  Natürlich gibt ...