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Mit Enttäuschungen ist zu rechnen

Es wird sowohl große Missverständnisse als auch tiefe Enttäuschungen geben – darauf muss man gefasst sein, damit muss man rechnen und ungeachtet dessen entschlossen und unbeirrt seinen Weg gehen. Anton Tschechow 

Viel Lärmen um nichts

Das Musical ist eine parasitäre Kunstform. Es wirft sich gierig auf die großen und kleinen Stoffe der Populärkultur, um ihnen ihre Aura auszusaugen.  Mit jeder Vorführung beklatschen die Zuschauer, ohne es zu ahnen, die längst verdauten Ideen der nach diesem merkantilen Recycling-Prozess nur umso stärker verblassenden Vergangenheit.  Die genialen Momente des Musicals, die es natürlich auch gibt, sind insofern nichts anderes als kunstgewordene Flatulenzen. Und das Musical selbst ist - das macht es nun einmal zum Erfolgsgaranten - glasklare Anti-Kunst, vielleicht nicht im susansontagschen Sinne, aber doch ganz konkret und logisch, weil es Komplexität auf ein Minimum reduziert, Chiffren statt Charaktere anstellt und Klischees hagiographisiert. 

Karg

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Jagdspiel

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D ie Jägerin hat ihr Opfer bereits umstellt. Mit funkelnden Augen fokussiert sie das winzige Wesen, von dem sie weiß, dass es in den nächsten Sekunden ganz ihr ausgeliefert sein wird. Sie allein könnte es verschonen. Sie könnte es aber auch von einem Moment auf den anderen einfach so zerreißen. Ganz wie sie will. Ach – und dann könnte sie es auch noch um die Gartenhecke hetzen, zupacken, das nervöse, angstumspannte Gefiepe in die Höhe treiben, bis das arme Ding völlig entkräftet einfach liegen bleibt. Die Klitzekleine weiß um ihre Feindin. Es bedarf keiner Erklärungen, keiner Hoffnungen. Sie wird mit der Angst leben müssen. Und sie hat ihre Feindin bereits im Visier. Ja, noch bevor sie erspäht wird, weiß sie, dass sie bald um ihr Leben rennen muss. Sie hat nichts als ihre Angst. Doch diese Angst kann der entscheidende Vorteil sein in einem grausamen Spiel, das für die Gehetzte nur den höchsten Einsatz kennt: die nackte Existenz. Atemlos pirscht sich ...

Warum einer Frau beim Kartoffelschälen zuschauen?

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„Jeanne Dielman, 23, Quai du Commerce, 1080 Bruxelles“ von der großen belgischen Regisseurin Chantal Akerman ist ein Film wie kein anderer: Ein Grundlagenwerk des kinematographischen Feminismus', Prototyp minimalistischen Leinwanderzählens und nicht zuletzt ein hochprivates Dokument sensibler Künstlerinnen vor und hinter der Kamera. Auch mehr als 40 Jahre nach der Premiere ein ergreifendes Erlebnis. Es ist eigentlich recht selten geworden, dass man einen Kinofilm nicht mehr so einfach zu sehen bekommt. Ohne YouTube, Netflix und all die illegalen Alternativen, natürlich aber auch ohne DVD und Blu-ray, war es früher ungleich schwerer als heute, cineastische Entdeckungen zu machen oder gar verbotene oder gemiedene Schätze zu entdecken. Mag es verständlich sein, dass man schon einige Anstrengungen unternehmen muss, um einen Film wie „Die 120 Tage von Sodom“ auszugraben (Pasolinis Hasserklärung bekommt man immerhin des Öfteren mit pädagogisch wertvoller Einführung im Kino zu sehen,...

Doch die Liebe ist die größte unter ihnen

Schön ist alles, was man mit Liebe betrachtet.

Freiheit des Witzes

Wer lacht, hat keine Angst.

Zwei Arten: Sprung ins kalte Wasser

Von einem bestimmten Standpunkt aus betrachtet, gibt es eigentlich nur zwei Arten von Menschen: Jene, die mit einem Kopfsprung ins kalte Wasser hechten und solche, die sich das nie trauen werden.  Die Kopfvoranstürmer haben diesen Weg ins kühle Nass meist schon in sehr jungen Jahren gelernt. Sie würden gar nicht mehr auf die Idee kommen, sich burschikos in den Teich fallen zu lassen. Selbst wenn das Becken nur Zwergengröße hat: Der Kopfsprung symbolisiert Selbstvertrauen und Anmut. Als er erst einmal gelungen war, stellte das dunkle Blau keine Gefahr mehr dar. Und wer so ins feuchte Element gleitet, fürchtet sich auch nicht vor den Petitessen des Alltags.  Die Hineinplumpser hingegen sind alles andere als Wasserratten. Sie schwimmen, ja. Aber sie müssen dafür nicht planschen und wie wild spritzen, wie es meist die Kopfschwinger tun. Sie springen nicht, weil sie Angst davor haben - oder weil sie es lächerlich finden, so ihren Weg ins Wasser zu finden.  Stat...

Spaziergänger

Ich habe mich vor einiger Zeit dafür entschieden, bewusst darauf zu achten, wie die Menschen gehen, um ihnen, wenn sie aus Hetze oder Böswilligkeit auf mich zulaufen, als hätten sie mich nicht gesehen, ohne Anstrengung ausweichen zu können.  Manchmal treffe ich jemanden, der es ähnlich macht wie ich. Aber das ist selten. 

Eine Frage der Dosis

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1$

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Aus dem Loch gekrochen

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Welches Puky ab welchem Alter?

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Aufgegangen

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Tempus Fugit II

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Tempus Fugit I

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Lehrbücher des Gefühls

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Millionen von Liebesromanen werden Jahr für Jahr verschlungen - weil die Menschen danach dürsten, die Liebe zu verstehen. Die besseren Antworten gibt aber nicht die Belletristik. Die Liebe ist ein Hauch: Filmszene aus „Lost in Translation“ Natürlich gibt es in der Literatur von Shakespeare über Goethe bis hin zu Murakami viele Beispiele für weise Werke über die Liebe. Wer sich darin hineingräbt, wird nicht zwangsläufig zum unverbesserlichen Romantiker, denn viele der größten Liebesgeschichten enden nicht sehr glücklich. Vielleicht liegt es daran, dass die Liebe erst einmal verstanden werden will, bevor sie gelebt wird. Uns so gibt es ein Glück auch einige theoretische Auseinandersetzungen mit diesem wohl wichtigsten aller menschlichen Themen, die keine Sekunde trocken und für die eigene Herzensbildung und Persönlichkeitsentwicklung wohl genauso von Bedeutung sind wie „Stolz und Vorurteil“ oder die „Die Leiden des jungen Werthers“. Wer die Liebe verstehen will, sollte ...

Wo die Liebe hingeht

Der eine bleibt stehen, der andere rennt davon. 

Es führt kein Weg vorbei

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Blattwerk

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