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Krieg

Die Menschen kämpfen immer nur um Dinge, die es nicht gibt.

Erlogen

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Im Zweifel

How Would Lubitsch Do It?

Der beschönigende Nachsatz

Nein, ungeheuerlich ist es nicht, wenn sie ihm an den Kopf wirft, dass er in den letzten Monaten einige Pfunde zu viel zugelegt hat. Zur Grausamkeit wird die lapidar hingestreute, von einem Lächeln umrissene Bemerkung erst dadurch, dass ihr ein Nachsatz folgt. „Aber du hast Glück, eine Frau an deiner Seite zu haben, die sich daran nicht stört.“  Der beschönigende Nachsatz ist der Versuch, sich vor den wütenden Blicken derer zu schützen, die ganz offensichtlich angegriffen werden sollten.  Er ist eine feige Unverfrorenheit, denn er wird zum Gift gereicht wie lindernder Honig. Dabei ist seine Aufgabe nicht, die beschworenen Worte zu relativieren oder gar aus der Welt zu schaffen. Vielmehr soll der harten Kritik ein Schmierstoff folgen, der es dem Angegriffenen erlaubt, die Gemeinheit nur umso schneller zu verdauen.  Wenn der Chef die mangelnde Kommunikation mit einem Angestellten beanstandet und gleichzeitig hinterherschickt, dass er doch viel von seinem Unterg...

…der weiß, wie Wolken schmecken

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Wer Schmetterlinge lachen hört…

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Fassade

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Apropos AfD

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10 Thesen zur Bundestagswahl 2017 Die Bundesbürger demonstrieren mit ihrem Kreuz erneut, dass sie nach wie vor ein intaktes demokratisches Gespür haben und die Ausnahme-Regierungsform „Große Koalition“  ganz bewusst abwählen wollten. Ein Bundestag ohne erkennbare Opposition ist immer ein Problem und Gift für die politische Debatte.  Auch wenn die nackten Zahlen zunächst etwas anderes vermuten lassen, wurden die Regierungsparteien nahezu gleichsam mit Stimmentzug abgestraft.  Die deutschen Verhältnisse nach der Wahl liefern bei der erwartbaren Zusammensetzung einer Jamaika-Koalition die gemäßigte Beamtenversion jener Partikularisierung der Wählerinteressen mitsamt Stärkung der extremen Ränder wie sie in anderen Ländern Europas in den letzten Jahren ebenfalls aufgetreten ist. Im Grunde würde eine Zusammenführung wertkonservativer, liberaler und linker Politik doch genau jenen eklektischen diskursiven Mainstream auf Regierungsebene verankern, der in Deutschland in d...

Hellwach

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Müde

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Erstaunt

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Wer Angst vor Spoilern hat, ist nie wirklich erwachsen geworden

Seit Jahren tobt im Internet die kollektiv geteilte Wut über die so genannten Spoiler, bei denen dreist verraten wird, was in einer Serienepisode oder in einem Blockbuster-Kinofilm passiert. Journalisten überlegen sich inzwischen zweimal, was sie über einen neuen Film erzählen, um ja niemanden zu verschrecken. Andere Medien spielen gerade mit der Neugier vieler Fans und lancieren geschickt – vor allem in den sozialen Netzwerken – Artikel, die so viel wie möglich verraten, oder wenigstens so tun.  Es ist aber lächerlich, wenn sich erwachsene Menschen beleidigt fühlen wie ein Kind, dem man den Lutscher wegnimmt, nur weil sie schon vorzeitig ein Handlungsdetail erfahren. Der Wert eines Kunstwerks oder Unterhaltungsstücks bemisst sich nun einmal nicht nur an den Plotpoints. Natürlich ist es ärgerlich, wenn das Filmvergnügen – das ja zu einem großen Teil seinen Reiz aus überraschenden Wendungen oder erschreckenden Enden zieht – durch Spoiler geschmälert wird. Doch führt der Hype...

Verloren

Der Melancholiker ist stets auf der Suche nach etwas, das er verloren glaubt. Doch tatsächlich wird er nie herausfinden, was das ist. 

Frisch geröstet

Beim Kaffee übertrifft der Geruchswert den Geschmackswert um Längen. 

In der Waagschale

Sinn: Geben und Nehmen, exakt im Verhältnis 50:50.

Besetzt

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Sie haben entschieden!

Voyeur  oder Exhibitionist

Smartphonezombies

Wer auf sein Smartphone starrt, enterotisiert sich. Ein angestrengter Blick auf einen flimmernden Bildschirm, dem von außen zunächst kein Sinn zugeordnet werden kann, kennt keinen Charme, macht nicht neugierig, er hat nicht einmal etwas Vergeistigtes. Er bleibt stets ein zweckfreies Starren.  Immerhin ist der Blick auf andere Geräte in der Regel mit Arbeit oder einem zielgerichteten Vergnügen verbunden, sei es nun ein Computer, ein Fernseher, ein Laptop oder sogar ein Tablet. Auch wer telefoniert, vermittelt anderen Menschen, dass er etwas tut, das nur ihn und denjenigen angeht, der an der anderen Seite der Strippe hängt.  Doch das Smartphone bildet hier eine Ausnahme, mobilisiert es doch Sehnsüchte, Kommunikation, Informationsbedürfnis und was auch immer die Apps hergeben auf den schnellen, akkuzerrenden Hingucker zwischendurch. Der Handynutzer ist nur und ausschließlich mit sich selbst beschäftigt - selbst wenn er über SMS, WhatsApp, Facebook oder andere Diensten ...

Qual, ja!

Wir werden nie wissen, wie es ist, eine Fledermaus zu sein. 

Straßenungetüme

Eine Welt, in der immer mehr Menschen Autos (möglicherweise sogar für immer weniger Geld) kaufen und trotzdem die Umwelt vor Schadstoffbelastung zunehmend geschont werden kann, wird es nie geben. Es ist erschreckend, wie sich die notorisch von ihrem schlechten Gewissen geplagten Menschen gerade von der Autoindustrie hinters Licht führen lassen. Kein Entwurf für ein konkurrenzfähiges Elektroauto dürfte auch nur ansatzweise den gerne abgenickten und glänzend bedienten SUV-Boom stoppen, der allerdings fast allen größeren Unternehmen die Umweltbilanz verhagelt.   Das macht ja nichts, denn BMW, Mercedes, Kia und Co. verdienen prächtig an diesen Straßenmonstern, die ihren Fahrern das Gefühl geben, selbst beim Familienausflug in einem Panzer durch die Landen zu röhren. Wehe, ein Radler stellt sich ihm in den Weg. Selbst ein Kleinwagen dürfte bei einem Unfall mit einem derartigen Sprit fressenden Ungetüm nicht einmal einen Kratzer an dem Gefährt hinterlassen. Im Durchschnitt st...