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Suche dich nicht zu Tode!

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Es gibt Menschen, die verlieren ständig etwas. Oder haben zumindest das Gefühl, dass es so wäre. Sie sind immerzu damit beschäftigt, etwas zu suchen. Die Brille ist verschwunden. Im Kleiderschrank lässt sich das geliebte T-Shirt nicht finden. Der Brief vom Finanzamt scheint verloren. Unabhängig davon, ob sich die vermissten Gegenstände schnell wieder auffinden lassen, kann dies zu einem ungeheuren Leidensdruck führen, der in Familien oder anderen Partnerschaftskonstellationen Wellen schlägt. Denn wer etwas als verschollen annimmt, wird mit in seiner Angst nicht allein bleiben wollen und sucht entsprechend mit grimmig-verzweifeltem Gesicht nach Hilfe.  Das ist für manche, so scheint es, eine nackte, geradezu archaische Panik. Als wäre es tatsächlich zu vergleichen mit der Steinzeitflucht vor einem Mammut, wenn der Autoschlüssel futsch ist. Das ist es natürlich nicht! Und dann kommt der drollige Faktor hinzu, dass diese Sucheritis vor allem jene befällt, die sich um Ordnung bemühen, ...

Ein Sturm wird kommen

Was ist, wenn das 21. Jahrhundert nach einem erdgeschichtlich außergewöhnlich ruhigen Vorjahrhundert ein Jahrhundert der großen Naturkatastrophen wird?

Lohn des Lehrers

In einer von Anerkennung besessenen Welt, in der viele Menschen über den Zustand eines nach ständigem Lob gierenden Narziss' augenscheinlich nicht hinauskommen, hat es ausgerechnet  der Lehrer schwer, die Früchte seiner Arbeit zu ernten.  Meist finden seine Gedankenanstöße, zweideutigen Warnungen oder gut gemeinten Ratschläge erst sehr viel später Anklang im Leben seiner Eleven.  Dann, wenn er ihnen nicht mehr auf die Schulter klopfen kann. Aber auch dann, wenn ihm als Weltenöffner nicht mehr gedankt werden kann.  Der Lohn des Lehrers bleibt die nur auf den ersten Blick karge Erkenntnis, dass es auf dieser Welt nicht allzu viele Wegweiser wie ihn gibt.

Leidiger Trost

„Wenig tröstet uns. Weil wenig uns betrübt.“ Blaise Pascal

Vorne stehen

Wer vorne steht, ist immer Chef. Nur wer in der Lage ist, vorne zu stehen, kann Chef sein. Wer erst einmal Chef geworden ist, muss vorne stehen bleiben - egal, was passiert.  Chef zu sein bedeutet: Türen stets offen zu halten; als erster Antwort zu geben; Verantwortung bedingungslos zu übernehmen; sich im Konfliktfall immer erst vor seine Mitarbeiter zu stellen; in unruhigen Zeiten für alle sichtbar die Ruhe zu bewahren; als erster zu kommen - als letzter zu gehen; Freundlichkeit nicht nur als Herzensgüte zu verstehen, sondern auch als professionelle Haltung an den Tag legen zu können; Probleme bereits zu antizipieren, bevor sie entstehen; Lösungsvorschläge nur dann zu äußern, wenn sie auf Überzeugung beruhen; bei Entscheidungen eine für alle Umstehenden klare Linie zu verfolgen; eigene Fehlurteile laut und deutlich zu benennen und daraus zu lernen; niemals eigene Fehlleistungen anderen Mitarbeitern anzulasten; Flexibilität nicht nur einzufordern, sondern selbst vorzuleben...

Mit Enttäuschungen ist zu rechnen

Es wird sowohl große Missverständnisse als auch tiefe Enttäuschungen geben – darauf muss man gefasst sein, damit muss man rechnen und ungeachtet dessen entschlossen und unbeirrt seinen Weg gehen. Anton Tschechow 

Viel Lärmen um nichts

Das Musical ist eine parasitäre Kunstform. Es wirft sich gierig auf die großen und kleinen Stoffe der Populärkultur, um ihnen ihre Aura auszusaugen.  Mit jeder Vorführung beklatschen die Zuschauer, ohne es zu ahnen, die längst verdauten Ideen der nach diesem merkantilen Recycling-Prozess nur umso stärker verblassenden Vergangenheit.  Die genialen Momente des Musicals, die es natürlich auch gibt, sind insofern nichts anderes als kunstgewordene Flatulenzen. Und das Musical selbst ist - das macht es nun einmal zum Erfolgsgaranten - glasklare Anti-Kunst, vielleicht nicht im susansontagschen Sinne, aber doch ganz konkret und logisch, weil es Komplexität auf ein Minimum reduziert, Chiffren statt Charaktere anstellt und Klischees hagiographisiert. 

Karg

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Jagdspiel

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D ie Jägerin hat ihr Opfer bereits umstellt. Mit funkelnden Augen fokussiert sie das winzige Wesen, von dem sie weiß, dass es in den nächsten Sekunden ganz ihr ausgeliefert sein wird. Sie allein könnte es verschonen. Sie könnte es aber auch von einem Moment auf den anderen einfach so zerreißen. Ganz wie sie will. Ach – und dann könnte sie es auch noch um die Gartenhecke hetzen, zupacken, das nervöse, angstumspannte Gefiepe in die Höhe treiben, bis das arme Ding völlig entkräftet einfach liegen bleibt. Die Klitzekleine weiß um ihre Feindin. Es bedarf keiner Erklärungen, keiner Hoffnungen. Sie wird mit der Angst leben müssen. Und sie hat ihre Feindin bereits im Visier. Ja, noch bevor sie erspäht wird, weiß sie, dass sie bald um ihr Leben rennen muss. Sie hat nichts als ihre Angst. Doch diese Angst kann der entscheidende Vorteil sein in einem grausamen Spiel, das für die Gehetzte nur den höchsten Einsatz kennt: die nackte Existenz. Atemlos pirscht sich ...

Warum einer Frau beim Kartoffelschälen zuschauen?

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„Jeanne Dielman, 23, Quai du Commerce, 1080 Bruxelles“ von der großen belgischen Regisseurin Chantal Akerman ist ein Film wie kein anderer: Ein Grundlagenwerk des kinematographischen Feminismus', Prototyp minimalistischen Leinwanderzählens und nicht zuletzt ein hochprivates Dokument sensibler Künstlerinnen vor und hinter der Kamera. Auch mehr als 40 Jahre nach der Premiere ein ergreifendes Erlebnis. Es ist eigentlich recht selten geworden, dass man einen Kinofilm nicht mehr so einfach zu sehen bekommt. Ohne YouTube, Netflix und all die illegalen Alternativen, natürlich aber auch ohne DVD und Blu-ray, war es früher ungleich schwerer als heute, cineastische Entdeckungen zu machen oder gar verbotene oder gemiedene Schätze zu entdecken. Mag es verständlich sein, dass man schon einige Anstrengungen unternehmen muss, um einen Film wie „Die 120 Tage von Sodom“ auszugraben (Pasolinis Hasserklärung bekommt man immerhin des Öfteren mit pädagogisch wertvoller Einführung im Kino zu sehen,...

Doch die Liebe ist die größte unter ihnen

Schön ist alles, was man mit Liebe betrachtet.

Freiheit des Witzes

Wer lacht, hat keine Angst.

Eine Frage der Dosis

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Aus dem Loch gekrochen

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Welches Puky ab welchem Alter?

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Aufgegangen

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Tempus Fugit II

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Tempus Fugit I

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Lehrbücher des Gefühls

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Millionen von Liebesromanen werden Jahr für Jahr verschlungen - weil die Menschen danach dürsten, die Liebe zu verstehen. Die besseren Antworten gibt aber nicht die Belletristik. Die Liebe ist ein Hauch: Filmszene aus „Lost in Translation“ Natürlich gibt es in der Literatur von Shakespeare über Goethe bis hin zu Murakami viele Beispiele für weise Werke über die Liebe. Wer sich darin hineingräbt, wird nicht zwangsläufig zum unverbesserlichen Romantiker, denn viele der größten Liebesgeschichten enden nicht sehr glücklich. Vielleicht liegt es daran, dass die Liebe erst einmal verstanden werden will, bevor sie gelebt wird. Uns so gibt es ein Glück auch einige theoretische Auseinandersetzungen mit diesem wohl wichtigsten aller menschlichen Themen, die keine Sekunde trocken und für die eigene Herzensbildung und Persönlichkeitsentwicklung wohl genauso von Bedeutung sind wie „Stolz und Vorurteil“ oder die „Die Leiden des jungen Werthers“. Wer die Liebe verstehen will, sollte ...

Wo die Liebe hingeht

Der eine bleibt stehen, der andere rennt davon.