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Wenn die Worte nicht stimmen

„Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das Gesagte nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht stimmt, dann stimmen die Werke nicht. Gedeihen die Werke nicht, so verderben Sitten und Künste. Darum achte man darauf, dass die Worte stimmen. Das ist das Wichtigste von allem.“ Konfuzius

Worte eines Jahres

Adieu, Tempelhof Inzest-Monster Postdemokratie Finanzkrise Autokrise Kreditkrise Bankenkrise Lehman-Brothers Raucher-Club Feuchtgebiete Überwachungskonzern TSG 1899 Hoffenheim Märtyrerin des modernen Pakistan Bayreuth-Seifenoper Links-Block verhindern! Ypsilanti, Al-Wazir und die Kommunisten stoppen! Free Tibet Drive-by-Mitleid Die Wohlgesinnten Yes, we can! Nokia-Rückzug Steuer-Affäre Liechtenstein Gaza Mumbai Südossetien Müll-Krieg von Neapel Gomorra Ein Castro geht, ein anderer kommt Der Präsident und das Model Emma Nargiz 7. 8 auf der Richterskala Milchrebellen Diäten-Diät 9.69 8x Gold Störung- Die Leitungen aus Basel sind unterbrochen Spanair Mugabe Karadzic Nein! 1,8 Promille Bahn-Bashing Ich nehme diesen Preis nicht an! Kabelbrand Flughafenbesetzung Piraten Derrick ist tot CSU: 43% Abgang vom Schwielowsee Third Amazon Kindle I kissed a girl and I liked it Ein Quantum Trost Guitar-Hero CERN There will be blood Weltpräsident Kunstmarkt Rendite Es wird keine ...

Sündenwort - Wortsünden

Ich Ich Ich Ich ist ein anderer NeuGIERIG sein (es verzehren, verschlingen, fressen wollen) – immer mehr und noch mehr; ich denke, also fresse ich Eifersüchtig auf alles und jeden, der wegnimmt, was MIR und nur MIR gehört Strebsam – nein, ehrGEIZIG sich selbst in den Mittelpunkt von allem und jedem setzen und den eigenen Erfolg preisen, als gäbe es nichts anderes auf dem weiten, großen Erdball !!! (Versteh mich, ich meine es ernst, ernst und nochmals ernst) … (Du denkst dir hoffentlich, dass ich mit den drei Punkten, die dem Satz folgten, noch etwas gemeint habe, was du erahnen musst, das ich dir aber nicht sagen werde, denn eigentlich müsstest du es ja selbst wissen, ohne dass ich dich darauf auch nur hinweise…) Worauf mag der AufschNEIDer wohl neidisch sein? Schüchternheit kannst du dir in dieser kalten Welt nicht leisten, mein Junge. Weißt du nicht, dass du den ersten Schritt wagen musst? Wer soll ihn sonst für dich tätigen? Ich hasse , hasse , hasse , hasse arroga...

Aufstehen!

Klack, leise, dimmdimmmdimdimdidimmmRegen, höre es genau tropftan die Scheibe, tropf, tropf, tropfMeine Augen am Liebsten schließenaber geht nichtscheißeverdammte – I don’t know what I do without you I can’t see nothing good – Aufstehen odernichtNichtMussaber Mir brennen die Lippen, trocken sind sieIch möchte aber nicht alleine dort sitzen, langweile mich doch dann nurMuss auf die Toilette, dringend – sehe die kleinenTropfen, hasse sie und ihren demütigen Lauf dem Erdboden entgegenKann nicht aufstehen, willMuss liegen bleiben, weiterschlafen – Warum hat sie es nicht anders ausdrücken können, mit diesen blöden WortenHat sie gemeint, dass ich einfach verschwinden sollWeg aus ihrem Leben?Rücken schmerzt furchtbar, noch mehr als gesternKopfschmerzen scheinen aber weg zu seinHoffentlich bleiben sie esSchlaf gut hat sie gesagt und doch eigentlich das Gegenteil gemeint – Was sie wohl jetzt macht?Wahrscheinlich schläft sie nochKopfschmerzen, sind ja doch noch da, bitte verschwinde GeistWo is...

Ritual

Morgens früh aufstehen, pünktlich um fünf, abends ins Bett, immer um elf, samstags was trinken, aber nicht zuviel, immer sonntags ein Ei, dienstags ins Kino (weil’s da billig ist) und mittwochs Fußball – gern auch in der Kneipe, dagegen Entspannung: Sex am frühen Morgen, immer am Samstag (da kann man lang schlafen), montags dann einmal die Woche wenigstens die Zeitung gelesen, bei BILD aber wenigstens jeden Tag auf die Schlagzeile geglotzt, Abendtelenovela ebenso wie Tagesschau (manchmal auch später, dann Caren oder auch Burow), Frühstücksradiogedudel immer mit Joghurt, niemals mit Kaffee, den gibt’s später, wenn auch in Maßen (immer nur zwei, einer dann später), Milch dazu, aber keinen Zucker, abends dann die Beine massieren, ein Glas Wasser (tut’s auch Kakao?) neben das Bett, gleichsam das Kissen geschüttelt, es darf nicht zu hart sein, muss weich sein wie das Sonntagsei oder der Händedruck des Nachbarn, donnerstags spielt man Karten, immer zu viert und dazu gibt’s Bier, täglich a...

Kommentar zum Kommentar

Die unendlich verzweigten Möglichkeiten des Internets ermöglichen globales Kommunizieren und Agieren. Es ist ferner möglich, zu jedem Thema seine Meinung loszuwerden. Ob dies gut ist oder nicht – das bleibt eine Frage, auf die man heute vielleicht noch keine Antwort geben sollte. Zumindest erwirbt das Individuum eine urdemokratische Kraft, die es hoffentlich geschickt zu nutzen weiß. Die Wahrheit sieht aber oftmals anders aus: Spam regiert die Welt . Und wenn es nicht gedankenloser, blödsinniger Datenmüll ist, so wird doch gerne versucht, unter vermeintlicher Anonymität irgendeine Idee loszuwerden, die nur wenig Erbauliches enthält. Sprich: Bullshit. Und wenn Harry Frankfurt nicht schon publikumswirksam alles dazu gesagt hätte, so wäre sicherlich ein netter Text aus der Idee entstanden, einen kläglichen Kommentar zu bewerten. Nein, andersherum geht es besser. Aus jedem Mist kann eine zarte Blume entwachsen und Schönheit beweisen, wo sie gar nicht angenommen wird. Gute Rhethori...