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Prolog

Who's Afraid Of The Superspreader?

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Gedanken zu einer Welt im Zeichen von Corona Schweigen oder Schreiben? Diese Frage stelle ich mir, seit das neuartige Coronavirus die Welt in kürzester Zeit zum Stillstand gezwungen hat. Es gibt keine Worte für einen Zustand, der für sich selbst reklamiert, nur eine Ausnahme zu sein, gleichwohl aber keine Sicherheit zulässt, wann denn sein Ende gekommen sein könnte. Als die ersten Berichte über die rasche Verbreitung eines bislang unbekannten Erregers im chinesischen Wuhan die Runde machten, urteilten selbst die eilig konsultierten Experten, dass es sich um einen regionalen Schock handeln wird. Etwas klammheimliche, verbotene Bewunderung gehörte wohl dazu, als dazu immer wieder die Schlussfolgerung gereicht wurde, dass das Land der aufgehenden Sonne mit seinen harschen, zum Teil menschenverachtenden Methoden einer Einparteiendiktatur das Virus schnell eingekreist haben würde. Krankenhäuser mit Abertausenden Betten - in wenigen Tagen aus dem Boden gestampft. Ganze Regionen -

So einfach, so klar

Die Menschen lieben, wie sie sind.

Freundschaft…

… ist der einzige Klebstoff, der die Welt zusammenhält. Woodrow Wilson

Gefahrenfahrt

Die Taxifahrerin, die seit 35 Jahren täglich durch die Nacht fährt und dabei stets mit einem mulmigen Gefühl in ihren Wagen steigt.  Welcher unberechenbare, aggressive Gast könnte als nächstes einsteigen? Wer wird Ärger machen, wer sieht nur danach aus? Resolut sagt sie, dass sie jeden Angreifer gleich mit ins Grab nehmen würde, zur Not mit ihrem Mercedes als rollender Waffe. Einmal, so erzählt sie, habe sie in den frühen Morgenstunden die Vorstandsvorsitzende eines großen Konzerns chauffiert. Die habe ihr volltrunken auf die Rückbank gepinkelt. Ein Schaden von 500 Euro, der sofort beglichen wurde - allerdings erst, nachdem die Polizei kam. Nicht das erste Mal in ihrer Fahrtzeit.

Kampf und Kunst

Leben heißt: dunkler Gewalten Spuk bekämpfen in sich. Dichten : Gerichtstag halten Über sein eigenes Ich. Henrik Ibsen

Postmoderne Individualität

Phlegmatisch-schwaches Selbstbild  Unsicherheit über die eigene Identität und Vergangenheit Last des Zuviel-Wissens Verlust des Vertrauens in die Welt und die Idee verbindlicher Wahrheiten.

Writing To Reach You

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Hör' dir alle Alben von Travis an, sagtest du zu mir. Sie hätten dein Leben verändert, dir einen neuen Soundtrack für den oft trübseligen Alltag geschenkt. Ich weiß nicht mehr, ob du es mir wirklich so erzähltest, aber ich erinnere mich so daran: Travis seien eine Band für die kleinen Leute, die still träumen und anderen nichts zu Leide tun. Musik für jene, die ein Päckchen durchs Leben zu tragen haben, auch wenn sie nicht einmal wissen, von wem sie es aufgetragen bekamen und warum sie es mit sich führen müssen. Du vertrautest mir auch an, dass du vor den Menschen mit hohen Ambitionen immer schon zurückgeschreckt bist, auch wenn dir nicht klar war, warum. Als ich „The Man Who“, „The Invisible Band“ und „12 Memories“ verfallen war (alles, was später kam, das gebe ich gerne zu, berührte mich nicht mehr sehr, auch das hemdsärmelige Debüt, „Good Feeling“, ist nichts für mich), vertraute ich dir an, wie sehr mich diese Songs bewegten, auch aus den Gründen, die du mir nanntest. 

Nachtspaziergang

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