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(I Can't Help) Falling In Love With You

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Die Musikgeschichte schäumt über vor Love Songs mit unvergesslichen Zeilen. Auch nur ein paar zu nennen wäre ungerecht gegenüber all jenen, die man vergisst oder aus trotzigen Gründen ignoriert.
Doch die schönsten Zeilen, die jemals in einem Liebeslied zu hören waren, stammen aus dem von George David Weiss, Luigi Creatore und Hugo Peretti für Elvis Presley geschrieben „(I Can't Help) Falling In Love With You“:
„Take my hand, take my whole life too For I can't help falling in love with you.“ Die sich ineinander schließenden Hände, die zarte Begegnung, die keinesfalls ohne Folgen bleibt. Plaisir d’amour (wie die französische Melodievorlage von Jean-Paul-Égide Martini zu dem Song heißt), reine Freude an der Liebe - nimm mich so, wie ich bin.
Mit nur einer Berührung schlagen zwei Herzen in einem Takt und zugleich wird sichtbar: Liebe bedeutet Verantwortung. Der Liebende bekommt die Lebensgeschichte eines anderen Menschen überreicht, auf dass er sie schätze und ehre. Ohne sie gäb…

Geschmacksverwirrung

Guter Geschmack definiert sich weniger darüber, was man im Leben bereits getan, gesagt, gelesen, gesehen, gehört oder angeschafft hat. Vielmehr äußert sich guter Geschmack in der Erkenntnis, dass noch eine Menge Unentdecktes vor einem liegt. 
Dies nicht zu betrauern, sondern darin ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang zu entdecken, ganz schlicht Unwissen und bisher noch nicht gemachte Erfahrungen als warmes Glück der Zukunft zu empfinden, das möglicherweise nie zur Vollendung gelangt, ist der Gipfelpunkt des guten Geschmacks.

Nicht dass ihr noch glücklich seid…

Manchmal ist Sprache eben doch entlarvend. Das deutsche Wort „Kindergarten“ existiert in unterschiedlichen Ausführungen in mehr als 30 Sprachen. Es ist, vereinfacht gesagt, einer der erfolgreichsten Exportartikel der deutschen Sprache.


Das ist verständlich. Was verbinden sich nicht alles für tiefgreifende Assoziationen mit dem Kindergarten: eine Krabbelstube, in der die Kleinsten geschützt vor den Wirbelstürmen des Gesellschafts- und Privatlebens laufen, sprechen, Kindsein lernen dürfen; ein Hort des ersten gemeinsamen Beschnupperns und Verstehens; ein gut gehegtes Paradies, das Zwergen Zeit schenkt zu wachsen.
Würde die Erinnerung die Sprösslinge nicht so sehr an der Nase herumführen (tragischerweise hat man später kaum Anhaltspunkte über die vielleicht unbeschwerteste Zeit seines Lebens, erst die Angst beginnt Erfahrungen in Stein zu meißeln), der Kindergarten wäre auf ewig eine Utopie des gelungenen, von allen Sorgen befreiten Zusammenlebens.
Aber was machen die technokratischen D…