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Beschreibung des Unglücks

Melancholie ist eine Form des Widerstands. Und auf dem Niveau der Kunst vollends ist ihre Funktion alles andere als bloß reaktiv oder reaktionär. Wenn sie, starren Blicks, noch einmal nachrechnet, wie es nur so hat kommen können, dann zeigt es sich, dass die Motorik der Trostlosigkeit und diejenige der Erkenntnis identische Executiven sind. Die Beschreibung des Unglücks schließt in sich die Möglichkeit zu seiner Überwindung ein.  W.G. Sebald

Aufgereiht

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Umwoben

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Persönlich

Wer immer alles persönlich nimmt, drückt damit unbewusst auch aus, dass er persönlich für nichts die Verantwortung übernehmen möchte.

Du bist schuld!

Der Jähzornige macht einen schlechten Witz auf eigene Kosten, wenn er dem anderen vorwirft, seine Wut ausgelöst zu haben.

Clown bei der Zahnpflege, Künstler unbekannt

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Sartre/Camus

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Jean-Paul Sartre: Wahrheit entsteht durch Kritik, Widerspruch und Entlarvung. Albert Camus: Wahrheit entsteht durch Aufmerksamkeit für den einzelnen Menschen.

Godard/Truffaut

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Jean-Luc Godard wollte das Kino von seinen Lügen befreien. François Truffaut wollte zeigen, warum Menschen diese Lügen brauchen.

Internet

„Fasse dich kurz, sei bildhaft und symbolisch, erzähle eine Geschichte, vereinfache und übertreibe.“ Max Lisewski

Oh, Baby, Baby

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Wiederverwertet

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Parallelgeschichte

Melancholie ist das Unvermögen, die Welt nur so weit wahrzunehmen, wie man sie zum Leben braucht.

Hängengeblieben

Der Melancholiker sieht und spürt immer zu viel, denn er bleibt an den Dingen hängen. 

Angst und Wut

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Diese Mischung aus Angst und Wut, die schnell verwechselt werden kann mit Verachtung oder Hass, aber die recht eigentlich ein trauriges Kind der Verzweiflung ist. 

Ohne Ausgang

„Die Konzentrationslager und die Pornographie sind die beiden großen Metaphern des 20. Jahrhunderts.“ Imre Kertész, Galeerentagebuch

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Lachend vereint

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Weißt du noch, wie wir einst gemeinsam die Schulbank drückten? Eigentlich kannten wir uns kaum, und so ist es nur verständlich, dass wir uns irgendwann, als die Lernzeit endlich vorbei war, aus den Augen verloren.  Doch noch heute erinnere ich mich an jene kurzweiligen Stunden, als wir nebeneinander sitzend den heiligen Ernst und die Garstigkeit so mancher Unterrichtseinheit in Geschichte und Deutsch hinweg lachten. Manchmal waren wir so laut beim Wettlächeln, dass es einen Rüffel hagelte. Einmal wurden wir sogar auseinandergesetzt - und grinsten doch gemeinsam weiter.  Ich habe viele Menschen bis auf den Grund ihrer Seele gesehen. Von dir weiß ich nicht einmal, wie und wo du jetzt lebst. Doch die Verbundenheit, die sich durch unsere geteilte Lust am Lachen, am Absurden, am sinnfreien Schabernack, ausdrückte, habe ich nie vergessen. Auch nicht deine innige Umarmung, als wir uns einmal, im Grunde zufällig, wieder sahen.  Für J. 

Patti Smith und „Horses“

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Es ist nicht verbrieft, ob sich Patti Smith für ihr Debütalbum die Nächte über die Reihenfolge der Songs um die Ohren schlug. John Cale hatte „Horses“ ja bewusst stümperhaft produziert, um einen Klang zu bekommen, der die rohe Energie dieser jungen, ungestümen Künstlerin und ihrer fantastischen Band konservierte.  Aber was für ein Glücksfall ist es, dass ausgerechnet „Gloria: In Excelsis Deo“ in den Kosmos dieser demütigen Dichterin einführt, die durch magische Zufallsbegegnungen in einem New York zur Musik gelangte, dessen Ungeheuerlichkeit sie just genau zu der Zeit beschwor, als es langsam zu zerfallen begann.  „Jesus died for somebody’s sins but not mine“, sprechsingt Smith, und wie könnte eine Platte mit einem stärkeren Leitspruch beginnen?  Alles ist in dieser zwanglosen Van-Morrison-Neubearbeitung schon da: das Wilde, das Lebensbejahende, die lyrische Hingabe, die Verneigung vor den literarischen und musikalischen Helden. Smith bereitete die Welt auf das ...

Pendel

Was ist, wenn wir in unserer beständig glimmenden Fortschrittstagträumerei verlernt haben, zu akzeptieren, dass Rückschritte, auch deutliche, zum gesellschaftlichen Gezeitenspiel fest dazugehören? Das Pendel schwingt nun einmal hin und her.

Zwei Arten: Sprung ins kalte Wasser

Von einem bestimmten Standpunkt aus betrachtet, gibt es eigentlich nur zwei Arten von Menschen: Jene, die mit einem Kopfsprung ins kalte Wasser hechten und solche, die sich das nie trauen werden.  Die Kopfvoranstürmer haben diesen Weg ins kühle Nass meist schon in sehr jungen Jahren gelernt. Sie würden gar nicht mehr auf die Idee kommen, sich burschikos in den Teich fallen zu lassen. Selbst wenn das Becken nur Zwergengröße hat: Der Kopfsprung symbolisiert Selbstvertrauen und Anmut. Als er erst einmal gelungen war, stellte das dunkle Blau keine Gefahr mehr dar. Und wer so ins feuchte Element gleitet, fürchtet sich auch nicht vor den Petitessen des Alltags.  Die Hineinplumpser hingegen sind alles andere als Wasserratten. Sie schwimmen, ja. Aber sie müssen dafür nicht planschen und wie wild spritzen, wie es meist die Kopfschwinger tun. Sie springen nicht, weil sie Angst davor haben - oder weil sie es lächerlich finden, so ihren Weg ins Wasser zu finden.  Stat...