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Obszönitäten unserer Epoche

Es ist obszön: Ein 32-jähriger Mann plant neun Jahre einen terroristischen Amoklauf, schreibt über drei Jahre ein wirres Pamphlet mit einem unfassbaren Umfang von 1516 Seiten, inszeniert sich im Internet als faschistischer Märtyrer-Ritter, und schafft es in wenigen Stunden, eine ganze Nation zu verwunden, in dem er eine Autobombe im Regierungsviertel Oslos explodieren lässt, um dann seinen zerstörerischen Tötungstrieb auf einer kilometerweit entfernten Insel mit dem wahllosen Erschießen von Jugendlichen fortzusetzen. Wie will eine Gesellschaft, höchstens noch vorbereitet auf den hasserfüllten islamistischen Terrorismus, auf die Monströsität einer solchen Handlung reagieren, die ihren Zweck nur darin hat, Nachahmer zu finden? Wie will das Strafrecht auf diesen narzisstischen Wahn reagieren, wo sich doch kein Referenzwert finden lässt?

Aufgaben des Künstlers

Wie steht es um die Verantwortung des Künstlers? (gegenüber der Gesellschaft, seinen Werken und sich selbst)

Möglichkeiten des Künstlers

Philosophen, Künstler, Heilige. In der Reihenfolge ihrer Erkenntnismöglichkeiten.

Tragik des Künstlers

Ein Künstler ist ein im Leben - und nicht am Leben - Scheiternder.

Zwang des Künstlers

Kunst nicht als Kampf gegen, sondern als Ringen mit der Realität.

Ziel der Kunst

Kunst: Suche nach dem Ungewohnten - Suche nach dem Unbewohnten.

Kunst ist …

… die größte Ersatzbefriedigung fürs Leben.

Wesen der Kunst

Kunst kommt nicht von Können, sondern von Müssen. Arnold Schönberg

Geburt des Künstlers

Künstler wird man nicht. Künstler ist man - oder eben nicht.

Mittel der Kunst

Kunst benötigt Ausdruck und Erfahrung.

Kunst und Narzissmus

Künstler sind notwendigerweise Narzissten. Das Erschaffen eines Meisterwerks verlangt aber die vollständige Überwindung des Narzissmus.

Kunst und Experiment

Das Handwerk eines sich entwickelnden Künstlers ist das Experiment. Ein großer Künstler zeigt sich, wenn er in der Lage ist, Gelingen und Scheitern des Experiments zu verstehen und das Gelungene in sein Werk einflechten und das Misslungene aus seinem Werk heraushalten kann.

Arbeit des Künstlers

Reine, ursprüngliche Arbeiter: Bauern und Künstler.

Eine kleine Klangphilosophie

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Über die Kunst der größten Live-Platte aller Zeiten: „The Name Of This Band Is Talking Heads“ Ursprünglich waren es nur 17 Songs. Inzwischen befinden sich auf der CD-Version von „The Name Of This Band Is Talking Heads“ 33 Songs, die zum Teil keinen Platz auf der Vinyl-Version fanden oder nicht zur Veröffentlichung bestimmt waren. 33 Songs, die Live-Versionen des (frühen) Werkkatalogs von 1977-1979 mit jenen des kommerziellen Durchbruchs in den Jahren 1980-1981verbinden. Keine Frage, es ist der mit Worten schwer zu umschreibende, glasklare Klang, der diese Platte zum Ereignis macht. Die verquere Mixtur der musikalischen Einflüsse der New Yorker Band – von Postpunk über Afro-Beat bis hin zum Funk – wird hier technisch so herausragend präsentiert, dass sich nicht nur das „Live-Gefühl“ erleben, sondern auch die Produktion des Klangs mittels beeindruckend ausbalancierter Aufnahmetechnik mit den eigenen Ohren nachempfinden lässt. Der Bass ist dort, wo er hingehört, das Schlagzeug t...

Gil Scott-Heron (R.I.P.)

The Revolution Will Not Be Televised, Will Not Be Televised, Will Not Be Televised, Will Not Be Televised. The Revolution Will Be No Re-Run Brothers The Revolution Will Be Live.

Über den Wert des festgehaltenen Live-Augenblicks

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Live-Alben sind ein Ding der Unmöglichkeit. Bestenfalls erinnern sie an die Aura eines flüchtigen Moments, der nun einmal ein Konzert zu einem einmaligen Erlebnis macht. Meistens handelt es sich um gekürzte Rekapitulationen von mehreren zusammen geschnittenen Konzerten, die zumindest einen Eindruck von dem Live-Zustand eines Musikabends geben sollen. Das allein macht Live-Alben nicht zur Unmöglichkeit. Puristen könnten sich über die erst im Nachhinein produzierte Illusion eines Konzerts aufregen, aber der Umstand, dass zum Beispiel Songs dreier verschiedener Gigs zusammengekleistert werden, liegt in der technischen Natur der Dinge.   Live-Alben sind aus mehreren, ganz unterschiedlichen Gründen zum Scheitern verurteilt. Was ist denn die Aufgabe eines Live-Albums? Zunächst sollte es einen möglichst authentischen, transparenten akustischen Eindruck davon geben, wie eine bestimmte Band oder ein Musiker „live“, das heißt unabhängig von den Schönfärbereien der Studiotechnik, klingt....
Don't
Believe
The
Hype