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Like A Rolling Stone

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Irgendwo zwischen Wilhelm Tell, „Uhrwerk Orange“, John Williams, den „Simpsons“ und „Akte X“ glomm der erste Funke. Meine Eltern spielten und hörten klassische Musik. Rossinis Ouvertüre in seiner Oper zum Schiller-Schauspiel wurde mir zum Herzensöffner für die Musik, weil es so rasant und entschlossen war. Es hatte Action, es erinnerte mich an vieles aus Zeichentrickserien, vielleicht wurde es in einem Looney-Tunes-Cartoon eingesetzt.  Derart begeistert, bekam ich von meinen Eltern den Soundtrack von „Uhrwerk Orange“ zu hören, weil dort nicht nur die „Diebische Elster“ zu hören ist, sondern auch die von Wendy (damals noch Walter) Carlos verfremdete Synthesizer-Version der Wilhelm-Tell-Ouvertüre. Wer glaubt schon, dass man auch für Töne zu jung sein könnte? Von Rossini war es wohl nur ein kleiner Schritt zu John Williams und einer Kompilation mit Stücken, die er mit dem Boston Pops Orchestra aufgeführt hatte. Meine erste CD. Film und Musik, zwei Leidenschaften, die sich ganz und gar...

Close Up (17): Das Ende vom Lied

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Zeit

This Too Shall Pass

The Name Of This Band Is Wilco

„Wilco sind die bedeutendste Band dieser Zeit, weil sie das Spiel aushalten, ohne sich seinen Regeln zu unterwerfen“, schrieb Arne Willander unlängst im Rolling Stone über die Chicagoer Band. Anlass war die Veröffentlichung ihrer Live-DVD, Ashes Of American Flags. Nun erscheint ihre neue LP mit dem schönen wie simplen Titel: Wilco (the Album) . Als müsste die Band ihren Bandstatus noch einmal betonen, als müsste sie die Songsammlung namens Album in Zeiten des massenhaften Downloads von Einzelsongs noch einmal als kohärente, ganzheitliche Vision erretten. Als müsste sie aber auch darauf hinweisen, dass dies das definitive, dass dies DAS Wilco-Album schlechthin ist. Das ist vielleicht nicht nur Koketterie, sondern unterliegt einem strengen, nun auch für ironische Querverweise (man betrachte das Coverartwork des Neuwerks) offenen, künstlerischen System, das sich ganz und gar bestimmten Diskursen der Pop- und Rockmusik entgegenstellt. Wilco, das ist von Beginn an – seit ihrem Debütalbu...

The Late Greats

The greatest lost track of all time: The Late Greats' "Turpentine" I can't hear it on the radio I don't hear it anywhere I go The best song will never get sung The best life never leaves your lungs So good, you won't ever know I never hear it on the radio Can't hear it on the radio Wilco zu sehen, jene die nun das dritte Meisterwerk, Sky Blue Sky, hintereinander produziert haben, sie vor so wenigen Menschen spielend zu erleben, ihre Songs mit großem Stimmeinsatz zu begleiten, zu tanzen, zu springen, zu klatschen, zu stampfen, also einer Band zuzujubeln, die  in zwei Stunden eine elektrisierend intime Vorstellung geben kann und miteinander harmoniert, dass es eine Freude ist und gleichzeitig Songs vorträgt, die zwischen bedrückend-fragiler Schwermut und pointierter Leichtigkeit hin und her springen, ist – neben der Entdeckung Carla Bozulichs als Vorsängerin – ein unvergessliches Vergnügen. Leise flüstert Jeff Tweedy: Please don’t cry we are de...