Liebe ohne Leid
Das Kino hat uns die Künstliche Intelligenz schon sehr früh auf den Hals gehetzt. In Stanley Kubricks Sci-Fi-Opus „2001 – Odyssee im Weltraum“ ist es schon zur Jahrtausendwende soweit. Die Raumschiff-KI HAL9000 entpuppt sich hier bekanntlich als Tötungsmaschine, weil sie mit gewissen ambivalenten menschlichen Eigenschaften überfordert ist. In „Terminator 2“ endeten gar schon am 29. August 1997 drei Milliarden Leben, weil die Menschheit einer Superintelligenz lästig geworden ist. Alles ganz schön pessimistisch. Dieses Urteil verfestigt sich, wenn man nun noch einmal „Her“ von Spike Jonze anschaut. 2013 wirkte die tragikomische RomCom mit Joaquin Phoenix, der sich Hals über Kopf in eine Künstliche Intelligenz namens Samantha (mit der Stimme von Scarlett Johansson) verliebt, wie eine schrullige Prophetie. Nun ist es ein geradezu unheimlicher, weil erschütternd gegenwartsgesättigter Film. An dem Thema Künstliche Intelligenz kommt man auch in diesem Jahr schwer vorbei. Allein, ...