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Wo die Liebe hingeht

Der eine bleibt stehen, der andere rennt davon. 

Es führt kein Weg vorbei

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Blattwerk

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So einfach, so klar

Die Menschen lieben, wie sie sind.

Freundschaft…

… ist der einzige Klebstoff, der die Welt zusammenhält. Woodrow Wilson

Kampf und Kunst

Leben heißt: dunkler Gewalten Spuk bekämpfen in sich. Dichten : Gerichtstag halten Über sein eigenes Ich. Henrik Ibsen

Nachtspaziergang

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Lang statt breit

Die meisten Menschen nehmen Drogen sehr viel weniger, um sich zu entgrenzen, sondern viel mehr, um sich einzugrenzen. 

Absichtslos

„Stille ist im Wesentlichen das Aufgeben jeglicher Absicht.“ John Cage

Einsicht

Die schmale Glücksperspektive des Melancholikers ist die Fähigkeit zur Einsicht. Unglück erwächst allerdings aus der Suche nach dem, was solche Einsicht bewirken kann.

Schreiben des Melancholikers

Man versuche es einmal und senke sich in das Leben des Geringsten und gebe es wieder, in den Zuckungen, den Andeutungen, dem ganzen feinen, kaum bemerkten Mienenspiel. Georg Büchner, Lenz

Mädchen schaut aufs Wasser

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 Living Well Is The Best Revenge

The Big One

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Die große, zitternde Stadt, die sich über das Land ergießende Welle und das verlassene, zerstörte Fabrikgelände. Drei Bilder, die das Zeug dazu haben, im kollektiven Gedächtnis als Schreckensikone für immer verewigt zu bleiben. Nein, wir werden diese Bilder nicht mehr los. Sie sind ja Ausdruck eines apokalyptischen Zustands, der gerade erst aufgrund der tragischen Reihung von furchtbaren Katastrophen die Menschen in tiefe Angst gestürzt hat. Das japanische Beben vom 11. März 2011 war „The Big One“, jenes Ereignis, das zwar möglich, aber unwahrscheinlich ist. Es war eine Tragödie, die von Wissenschaftlern nicht vorausgedeutet werden konnte, und die, im Zuge der atomaren Katastrophe, ratlos zurück lässt, denn selbst die umfassendsten wissenschaftlichen Untersuchungen und Prüfmethoden bleiben im Angesicht des Ernstfalls hilflos. Das ist der Stoff, aus dem Albträume sich nähren. Und denkt man an die Bilder des 11. September, dieser ebenso zur Ikone des Grauens aufgestiegenen Urkata...

Beschreibung des Unglücks

Melancholie ist eine Form des Widerstands. Und auf dem Niveau der Kunst vollends ist ihre Funktion alles andere als bloß reaktiv oder reaktionär. Wenn sie, starren Blicks, noch einmal nachrechnet, wie es nur so hat kommen können, dann zeigt es sich, dass die Motorik der Trostlosigkeit und diejenige der Erkenntnis identische Executiven sind. Die Beschreibung des Unglücks schließt in sich die Möglichkeit zu seiner Überwindung ein.  W.G. Sebald

Prinzip Hoffnung

Mit dem Fortschritt kann es jeder halten, wie er will, ausgenommen der Künstler. Das Prinzip Hoffnung mag ein Weltprinzip sein oder auch keines; jedenfalls ist es ein Kunstprinzip. Indem einer Kunst macht, verrät er, dass er mit dem Weltende nicht rechnet. Er gibt sich nicht die ganze Mühe, um einen befristeten Stoff für einen befristeten Verbraucher herzurichten. Würde er mit dem Weltende rechnen, würde er die Sache lassen. Peter Hacks

Trennung mit Kind

Wählen Sie zwischen permanenter Stressbelastung mit fast täglicher Überforderung oder  Einsamkeit mit unstillbarer Sehnsucht. 

2 oder 3 Dinge, die ich von K. weiß

„Niemand wird lesen, was ich hier schreibe“, notierte Franz Kafka 1917 in eines seiner Oktavhefte – und er hatte Unrecht. Kafka ist ein Symbol, eine literarische Instanz, unumgänglich und monolithisch-dominant. In jedem ungeraden Satz lugt er hervor, und es vollführen darin seine überpräzisen Sprachvolten noch einmal Kunststücke. Das Kafka-Zitat ist unvermeidbar, das Kafkaeske ist ein feststehender, gern genutzter Füllungsbegriff für unbeschreibbare Momente, die sich ans Unheimliche klammern. Trotz allem, dieser Prophet des Zauderns muss immer wieder erarbeitet, sogar erkämpft werden. Sich in Kafka zu vertiefen scheint unmöglich; sein Universum ist ein hermetisch abgeriegeltes Labyrinth, in dessen Zentrum ein weit geöffneter Käfig steht. Vielleicht saß darin einst ein Hungerkünstler. Heute sitzt darin der gierige Leser. Ein Fresskünstler. Kafka näher zu kommen ist mir eine Aufgabe, die keinen Zeitraum besetzen kann. Prinzipiell ist es eine unendliche Suche nach dem Kern – der doch ...

Ausgeschnitten

Das Leben wiegt schwer in der Krise, egal wie sie beschaffen ist. Ein Ausweg findet sich nur im Marsch Richtung Komplexität (alles wird endlich einmal in Frage gestellt, neue Lösungen erscheinen am Horizont) - oder eben im Taubengang hin zur Banalität (Verweigerung, Einigelung, Zerstreuung, back to the roots ). Von den schwierigen Dingen spricht es sich zu manchen Zeiten einfach schlechter. Dann also das Triviale: Die Fernsehzeitschrift meiner Wahl wird zugrunde gerichtet. Ich lese sie seit 20 Jahren. Sie verspricht schon seit langer Zeit die meisten Filmbesprechungen - und oftmals waren sie auch richtig gut. Daumen hoch! Selbstverständlich wurde - anders als bei anderen Blättern ähnlichen Zuschnitts - auch auf sperrige Kunstfilme aus Bulgarien hingewiesen. Nicht ohne natürlich zu erwähnen, dass man dafür Zeit und Muße mitbringen möge. Schund wurde als das bezeichnet, was er ist, wenngleich auch manchmal zum Glück mit schambehafteter Liebe zum Detail vor dem Vergessen bewahrt. Daumen r...

Wir bewegen uns und wir brechen das Glas

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