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Auszug

Bahn. Höre Gil Scott-Heron, lese Paul Jandl über TB (muss die von Arno Schmidt nachholen), beobachte ein Mädchen im rosa Kapuzenpullover, das minutenlang mit der Akribie einer Sachbearbeiterin Leberwurstbrote schmiert und geschälte Gurkenstücke darauf verteilt.

Ich ist ein anderer

Ich unter der Familie  (Ich unter Vater, Mutter, Schwester, Bruder, Onkel, Tante, Neffe, Nichte, Cousin, Cousine, Großvater, Großmutter) Ich als Familie Ich unter Geliebten  (Ich im Bett, Ich vor dem Altar) Ich mit Geliebter Ich unter Freunden Ich mit Freunden Ich mit Freundinnen Ich unter Bekannten  Ich unter Kollegen, Ärzten, Priestern, Lehrern Ich unter Fremden  (Ich allein unter Fremden,  Ich mit Bekannten unter Fremden,  Ich mit Freunden unter Fremden) Ich am Arbeitsplatz Ich im Auto Ich im Stadion Ich im Fitnessstudio Ich in der Kirche Ich im Kino Ich im Puff Ich im Supermarkt Ich im Gerichtssaal Ich allein  (Ich geschrieben, Ich beschrieben, Ich fotografiert, Ich fotografierend, Ich im Selbstgespräch, Ich im Tagebuch, Ich im Gebet, Ich vor Gott)

Close Up (25): Leben schreiben

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Gefängnisse

Die Konzentrationslager und die Pornographie sind die beiden großen Metaphern des 20. Jahrhunderts Imre Kertész, Galeerentagebuch

Reflexionen aus dem beschädigten Leben

Eine Philosophie des Bloggens Am 19. Februar 2004 – vor genau 5 Jahren – habe ich diesen Blog mit den Worten begonnen: Das habe ich noch vor Tagen von der Idee geredet, da nimmt sie schon mehr und mehr Gestalt an. Erste Worte sind immer etwas Schreckliches; egal was sie auch immer behauptet haben, sie wirken in der Rückschau immer irgendwie vorausschauend. Nicht nur der Schreibfehler im ersten Wort dieses Blogs weist auf die endgültige Fehlerhaftigkeit des Unternehmens hin. Auch der vermessene Ton des darauf folgenden Artikels: Einen Psychologie-Test wollte ich entwerfen, um für ein Schulfach Psychologie zu werben. Irgendwie erscheint mir die Dialektik des Unterfangens (eine seltsame Ungeheuerlichkeit) heute als Ironie. Mit Trompeten angekündigt, was nicht zu halten sein kann. Hätte es mir nur jemand vorher gesagt. Aber: Ich habe immer an diese großen, wenn auch wirkungslosen Ideen geglaubt – und wie wertvoll sind die vielen Stunden Unterhaltung, um der so brüchigen Idee eine Rea...