8. Februar 2011

Ja(aaaaaaaa)!

Glaube nicht, dass sich die großen, emotionalen, denkwürdigen und sublimen Momente häufiger ereignen. Sie sind selten und bleiben es ein Leben lang. Auf eine denkwürdige Nacht folgt höchstens eine freudvolle. In der darauf folgenden liegt man schon wieder betäubt nebeneinander, bestenfalls über die Größe der vergangenen Momente sinnierend und sich darin bestärkend, dass sie noch nicht vorbei sein können. Einem Triumph folgt manchmal große Kraft, nicht selten aber Trübsal. Kein Siegestaumel ist je wiederholbar, nicht einmal dann, wenn man alle Energie darauf verwendet. Die sinnerschütternde Lust mündet nur zu selten in einen genusserweiternden Höhepunkt. Nein, nein – man sollte die Erwartungen begrenzen, idealerweise sogar zerstückeln, um nicht Opfer einer blinden und obendrein hohlen Euphorie zu werden. Mache es anders: Fühle den Augenblick. Glaube an das Eine. Feiere die Ekstase. Zweifle immerzu an der Beständigkeit des Erfolgs.

Denn jedes Glück verkleidet sich zwar als Versprechen, bleibt aber stets Momentaufnahme.