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Davon

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Lohn des Lehrers

In einer von Anerkennung besessenen Welt, in der viele Menschen über den Zustand eines nach ständigem Lob gierenden Narziss' augenscheinlich nicht hinauskommen, hat es ausgerechnet  der Lehrer schwer, die Früchte seiner Arbeit zu ernten.  Meist finden seine Gedankenanstöße, zweideutigen Warnungen oder gut gemeinten Ratschläge erst sehr viel später Anklang im Leben seiner Eleven.  Dann, wenn er ihnen nicht mehr auf die Schulter klopfen kann. Aber auch dann, wenn ihm als Weltenöffner nicht mehr gedankt werden kann.  Der Lohn des Lehrers bleibt die nur auf den ersten Blick karge Erkenntnis, dass es auf dieser Welt nicht allzu viele Wegweiser wie ihn gibt.

Lernen, wie man verliert

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  Als ich zum ersten Mal von Linus van Pelt von den Wonnen einer Schmusedecke erfuhr, stellte ich meine Eltern entrüstet zur Rede. Warum sie mir denn nicht auch so etwas zur Verfügung stellten. Ich weiß nicht mehr, wie wütend ich ihnen das vortrug. Hilflos verwiesen sie auf die zahlreichen Kuscheltiere, die zur Parade in meinem Kinderbett ausgestellt waren. Aber welchen Trost spenden Dinosaurier und Steiff-Teddys schon im Vergleich zu einer Schmusedecke?  Ich habe die „Peanuts“ immer als eine große Aufmunterungen empfunden. Denn Charlie Brown, Snoopy und Co. haben vor keiner Grenze Halt gemacht, sie haben schlaue Leute und weniger schlaue Leute genauso erreicht wie reiche und arme. Dieser Comicstrip, den man inzwischen als Werkausgabe in 25 Bänden (bei Carlsen Comics) komplett für sich erschließen kann (nachdem man lange Zeit immer nur auf Wiederholungen in den Zeitungen angewiesen war), hat wohl genauso viele Menschen beglückt und auf den rechten Weg geführt wie Mutter Teresa und