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Es werden Posts vom Mai, 2019 angezeigt.

Writing To Reach You

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Hör' dir alle Alben von Travis an, sagtest du zu mir. Sie hätten dein Leben verändert, dir einen neuen Soundtrack für den oft trübseligen Alltag geschenkt.
Ich weiß nicht mehr, ob du es mir wirklich so erzähltest, aber ich erinnere mich so daran: Travis seien eine Band für die kleinen Leute, die still träumen und anderen nichts zu Leide tun. Musik für jene, die ein Päckchen durchs Leben zu tragen haben, auch wenn sie nicht einmal wissen, von wem sie es aufgetragen bekamen und warum sie es mit sich führen müssen. Du vertrautest mir auch an, dass du vor den Menschen mit hohen Ambitionen immer schon zurückgeschreckt bist, auch wenn dir nicht klar war, warum.
Als ich „The Man Who“, „The Invisible Band“ und „12 Memories“ verfallen war (alles, was später kam, das gebe ich gerne zu, berührte mich nicht mehr sehr, auch das hemdsärmelige Debüt, „Good Feeling“ ist nichts für mich), vertraute ich dir an, wie sehr mich diese Songs bewegten, auch aus den Gründen, die du mir nanntest. 
Besesse…

Zwei Arten: Erkältete

Von einem bestimmten Standpunkt aus betrachtet, gibt es nur zwei verschiedene Arten von Erkälteten.
Der eine weiß, dass für ihn nun einmal wieder die Welt untergeht. Er zieht sich still in sein Kämmerlein zurück und fürchtet, dass sich aus dem Hüsteln recht schnell eine Lungenentzündung entwickeln könnte. Wenn er sich einmal aus seiner selbst geschaffenen Höhle aus Papiertaschentüchern und Medikamentenfläschchen befreit, teilt er jedem Menschen, der sich in seine Nähe traut, sofort mit, dass er höchstwahrscheinlich die nächsten Tage nicht überleben wird.



Der andere ist eigentlich gar nicht krank, zumindest behauptet er es mit triefender Nase und heiserer Stimme. Am Arbeitsplatz, der natürlich keinen einzigen Tag verlassen wird (um freigiebig auch andere Menschen mit Bazillen zu beglücken), findet sich allerdings eine kleine Apotheke - vornehmlich um zu zeigen, dass man die lästige, aber vollkommen bedeutungslose Erkrankung natürlich im Griff hat.

Kummer

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Atemlos

Dieses Gefühl, kurz bevor die Narkose einsetzt. Der Körper ist elendig schwer geworden, da pumpt etwas durch die Venen, ein leichtes Kribbeln, das in den Beinen beginnt und sich plötzlich in den Kopf zu fressen droht. Keine Luft mehr. Schwarz.



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Als kleiner Junge sprang ich gerne ins Bett und hob die Decke wohlig über meinen ganzen Körper. Versteckt. Versunken. Eingehüllt. Irgendwie im Weltall oder am Meeresgrund oder in einer Höhle – stellte ich mir vor. Und wartete, bis die Luft immer stickiger wurde, sich verzog, sich nur noch schneidend eng in die Lungen pressen ließ. Keine Puste mehr. Dann, das Gesicht schnell unter einem Deckenspalt ans Licht gerettet; kühler, gütiger Sauerstoff. Wie oft habe ich dieses Spiel gespielt.

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Die Vorstellung, im Restaurant zu sitzen und plötzlich schneidet eine Fischgräte so groß wie ein Hühnerknochen ins hauchdünne Halsfleisch. Röcheln, ächzen. Keine Luft mehr. 
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Immer den Finger auf der Öffnung einer Cola-Dose. Es könnte ja unbemerkt eine …

Lösungen

Alle großen Probleme der Menschheit resultieren aus Unkenntnis der Gesetzlichkeiten der Psychologie und Ökonomie.