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Es werden Posts vom Januar, 2006 angezeigt.
Beobachtung einer depressiven Verstimmung


Es ist die wahnsinnigste Egozentrik, die dem Leben die letzte Kraft raubt, es auslaugt und letztlich aus dem Gleichgewicht bringt. Freude sollte keimen und verdorrte jämmerlich. Große Erwartungen waren es zuweilen an irgendetwas, an irgendjemanden. Ein Treffen mit einem geliebten Menschen. Es hatte nicht die befreiende Wirkung. Das Wiedersehen mit der zurückgebliebenen Familie. Es blieb oberflächlich und leer. Die hohen Leistungserwartungen an sich selbst. Sie blieben nur leere Hülsen. Mehrere Ereignisse beflügeln das Ungleichgewicht der Seele. Sie schwankt und wankt, zerfließt in Kummer und gehorcht keiner Beruhigung. Zärtlichste Worte von emotionaler Intensität verdampfen im Nichts des Raumes. Trauer müsste folgen. Aber ein tiefer Abgrund wird sich auftun – und der Blick hinab ist verstörend. Schließlich entfacht sich das unvermeidbare Selbstmitleid wie ein Feuer über der splitternackten Seele. Gefühle beginnen sich zu weigern; alles scheint…